Das Berliner Start-up Crossengage schließt eine siebenstellige Finanzierungsrunde ab und will nun europaweit expandieren – zunächst nach Großbritannien. 

Die Berliner Marketing-Software-Experten von Crossengage haben in einer aktuellen Finanzierungsrunde einen mittleren siebenstelligen Betrag eingesammelt. Auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer wollte das Start-up den genauen Betrag nicht nennen, man bestätigte nur, dass es sich um „eine Summe jenseits von fünf Millionen Euro“ handele.

Die bestehenden Investoren Vorwerk Ventures, Earlybird Venture Capital, Project A, der von der IBB Beteiligungsgesellschaft betreute VC-Fonds Kreativwirtschaft, Cavalry Ventures und 42CAP erhöhten ihre Beteiligungen. Der Investorenkreis wurde außerdem durch den britischen Growth-Investor Columbia Lake Partners erweitert.

Büroeröffnung in London

Das frische Kapital soll vor allem in die weitere Produktentwicklung, wie etwa die KI-basierte Kampagnenaussteuerung, sowie in die Expansion fließen – Crossengage eröffnet dieser Tage ein Büro in London mit zunächst fünf Mitarbeitern. Auch das zurzeit 50-köpfige Team in Berlin soll vergrößert werden, aktuell seien 20 Stellen ausgeschrieben.

„Mittelfristig wollen wir dann Büros in weiteren Ländern eröffnen. Zunächst einmal wird der Fokus allerdings auf dem neuen Büro in London liegen, da Großbritannien ein starker Markt und mit Blick auf den US-Markt auch ein erster logischer Schritt ist“, sagte Mitgründer Manuel Hinz gegenüber WirtschaftsWoche Gründer. „Wir sind aber parallel bereits in anderen Märkten aktiv und konnten dort auch schon erste Kunden gewinnen, wie Karl Lagerfeld, die ihren Hauptsitz in den Niederlanden haben.“

Kunden wie Deutsche Bahn und Karl Lagerfeld

Das 2015 von Hinz und Markus Wübben gegründete Start-up Crossengage hilft Unternehmen wie der Deutschen Bahn, HelloFresh, Limango, Karl Lagerfeld, Depot und Finanzcheck bei der Steuerung ihrer digitalen Marketing-Kampagnen – und setzt dazu auf eine cloudbasierte Cross-Channel-Lösung, mit der die Nutzer über verschiedene Wege wie E-Mail oder soziale Netzwerke angesprochen werden.

Ende 2015 sammelte das Unternehmen in einer Seed-Finanzierung drei Millionen Euro ein, im November 2017 folgten dann fünf Millionen Euro.