Mit ihrer Software wollen die Gründer von Climedo die Durchführung von klinischen Studien vereinfachen. Investoren unterstützen die Idee mit frischem Geld.

Frisches Kapital für Climedo Health: Das in München ansässige Start-up, das es sich zum Ziel gemacht hat die Durchführung von klinischen Studien zu vereinfachen, hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde eine niedrige siebenstellige Summe eingesammelt. Die genaue Höhe wollten die Geschäftsführer auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht verraten. Zu den Investoren zählen Business Angels und Unternehmer aus dem Gesundheitswesen, darunter Christian Wallwiener, Geschäftsführer bei der Unternehmensberatung WMC Healthcare, und WestTech Ventures, ein auf B2B SaaS fokussierter Wagniskapitalgeber aus Berlin.

Mit dem eingeworbenen Geld will Climedo die Software-Entwicklung weiter vorantreiben und das aktuell 10-köpfige Team im Laufe der kommenden Monate auf 15 fest angestellte Mitarbeiter vergrößern. Auf dem Plan stehe auch die internationale Expansion, so COO Veronika Schweighart: „Aktuell sind wir überwiegend in der DACH-Region tätig und im Lauf des kommenden Jahres möchten wir auch in weitere EU-Länder expandieren. Zudem starten bereits erste Studien in unserem System, welche international, unter anderem in den USA, ausgerollt werden.“

Climedo wurde von Veronika Schweighart, Sascha Ritz, Dragan Mileski gegründet. Das Unternehmen hat eine cloud-basierte Forschungsplattform entwickelt, mit der Medizinproduktehersteller, Pharma, Kliniken und Auftragsforschungsinstitute klinische Studienprozesse, unter anderem im Bereich der Krebstherapie, schneller und effizienter durchführen können, indem die Beteiligten, allen voran der Studienleiter, den Überblick über alle Behandlungsschritte und den aktuellen Stand erhalten und erfahren, was sie in den nächsten Schritten zu tun haben. 

Eigenen Angaben zufolge wird die Software aktuell in rund 50 Kliniken und Unternehmen eingesetzt, die  für die Nutzung eine flexible monatliche Gebühr, je nach Umfang der Studie und des Produktportfolios bezahlen. In der Vergangenheit finanzierte sich das Start-up durch öffentliche Fördergelder wie das Exist Gründerstipendium und EIT Health.