Der japanische Mitsui-Konzern investiert in das Berliner Start-up, das das eingeworbene Geld zur Eröffnung neuer Standorte nutzen möchte.

Es ist eine turbulente Woche für den Fahrdienst CleverShuttle. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Start-up seinen Dienst in drei Städten einstellt, nun hat das Unternehmen überraschend den Einstieg eines neuen Investors verkündet.

Der japanische Mitsui-Konzern, der in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur, Stahl, Energie und Gesundheitswesen aktiv ist, beteiligt sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) an der hinter CleverShuttle stehenden GHT Mobility GmbH. Die DB wird mit 76 Prozent weiterhin die Mehrheit der Anteile halten, während Mitsui etwa zwölf Prozent übernimmt. Die restlichen zwölf Prozent verbleiben bei den drei Gründern. Zur Höhe des Investments wurden auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer keine Angaben gemacht.

Ab 2020 neue Standorte in NRW

CleverShuttle wurde 2014 von drei Berliner Schulfreunden gegründet mit dem Ziel die Anzahl privater PKW in den Innenstädten zu verringern. Durch einen Algorithmus sollen Menschen in der Großstadt mit ähnlichem Ziel zu Fahrgemeinschaften zusammengebracht werden, um ihre Wege gemeinsam in den batterieelektrisch oder mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen des Start-ups zurückzulegen.

Nach dem Rückzug aus Stuttgart, Hamburg und Frankfurt ist CleverShuttle noch in Berlin, München, Dresden, Kiel und Leipzig aktiv. Mitte November soll mit Düsseldorf ein neuer Standort hinzukommen. Ein Sprecher von CleverShuttle sagte, dass man zuversichtlich sei im Jahr 2020 weitere Städte in Nordrein-Westfalen bedienen zu können.