OlaNsubJMl4grIOiCFSwEykCMksnduNIKbE8ADDay5w,X-FW7v27d2FWeg94mEXvALTaZ9L8f5PnpDwIN7zjcrc,WzpZ0lekoqWZf_avOqowl3uerwGud0vazADb5XQ-kuo

Birgit Gröger und Sebastian Schips (Foto: PR/MeineMöbelfabrik)

Meine Möbelmanufaktur
Neumacher-Sieger 2012
Gründer: Birgit Gröger und Sebastian Schips

Möbel, die nach Maß und nach persönlichem Geschmack gefertigt werden, wollen Birgit Gröger und Sebastian Schips herstellen. Möbelunikat wird in Köngen bei Stuttgart gefertigt – und innerhalb von sechs bis acht Wochen geliefert. Wie sie in den vergangenen drei Jahren gewachsen sind.

Sie haben im Jahr 2012 den Neumacher-Wettbewerb der WirtschaftsWoche mit Ihrem Start-up Meine Möbelmanufaktur gewonnen. Wo stehen Sie mit Ihrem Unternehmen heute?

2012 bestand ‚Meine Möbelmanufaktur‘ aus uns zwei Gründern, heute hat ‚Meine Möbelmanufaktur‘ 37 Mitarbeiter und wir wachsen weiter. Ende 2014 haben wir einen großen Sprung gemacht, indem wir die Schreinerei von Sebastian Eltern integiert haben. Nun liegt nicht nur die Produktvermarktung und Entwicklung in unseren eigenen Händen, sondern wir verantworten auch weiterhin die Produktion.

Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie sich seitdem stellen mussten?
Die Schreinerei von Sebastians Vater war immer unser Zulieferer – das war eine Besonderheit und hatte einen starken Einfluss auf die Produkte und Produktionsprozesse. Als er sich 2014 in den Ruhestand verabschiedete, standen wir vor der Frage ob wir die Produktion übernehmen oder als Marktbegleiter der Online-Plattform operieren wollen. Für uns war relativ schnell klar, dass wir auch die Produktion in den eigenen Händen halten wollen. Nur so können wir die ausgezeichnete Qualität garantieren und flexibel auf Kundenwünsche und Trends reagieren. Um die benötigte Finanzierung zu bekommen, mussten wir Banken und Investoren von unserem Konzept überzeugen. Natürlich hat uns hierbei auch die Auszeichnung der WirtschaftsWoche geholfen: Das erste Eis war  schnell gebrochen und wir konnten mit Daten, Fakten und Leidenschaft für Möbel nach Maß überzeugen.

Was waren die größten Erfolge für Sie persönlich?
Der größte Erfolg sind unsere zufriedenen Kunden. Jede Mail von Kunden, die wir mit unseren Möbeln begeistern konnten, ist ein großer Erfolg für uns. Denn genau auf diesen gründet sich unser Wachstum. Mittlerweile akquirieren wir mehr Neukunden über Empfehlungen als über klassische Werbung. Das zeigt uns, dass die Nähe zum Kunden, flexible Lösungen und eine ausgezeichnete Qulität genau die richtige Positionierung für ‚Meine Möbelmanufaktur‘ war und ist.

Wenn Sie auf die Zeit vor der Preisverleihung zurückblicken: Was hat Ihnen der Neumacher-Wettbewerb gebracht?
Der Neumacher-Wettbewerb hat uns sehr stark geholfen. Gerade auch bei der letzten Finanzierungsrunde: Unsere Auszeichnung war der Eisbrecher, um unsere Konzepte vorzustellen und die Chancen und Risiken im Detail zu diskutieren. Ohne dies wäre der Einstieg sicher etwas schwerer geworden. Aber auch bereits kurz nach dem Gewinn hat die Berichterstattung, dabei geholfen, zu erklären,  dass man Möbel bei uns online planen kann. Ebenso haben uns die Partner ein Netzwerk aus Experten an die Handgegeben um neue Themen, wie zum Beispiel Investorenverhandlung souverän zu meistern. Hier haben wir auch wieder mit Osborn Clark zusammengearbeitet. Unsere Urkunde des WirtschaftsWoche Gründerpreises hängt bei uns gut sichtbar im Eingangsbereich, da wir noch heute richtig stolz auf die Auszeichnung sind.

Was planen Sie mit Ihrem Start-up für die Zukunft?
Wir haben gerade einen neuen Shop für den Profi-Bereich gelauncht: Hier können Schreiner und Monteure Möbelteile und Möbel nach Maß bestellen. Um für diese Zielgruppe einen wettbewerbsfähigen Preis bieten zu können, haben wir die Produkte genau für den Profi zusammengestellt. So werden die Möbel nicht vormontiert, sondern maschinenfallend versendet. Aktueller Fokus liegt natürlich auf der optimalen Abstimmung des neuen Angebotes auf die Anforderungen der Kunden. Und im Endkundengeschäft arbeiten wir gerade an neuen Produkten, um unseren Kunden noch bessere Designs bieten zu können. Passend zum Herbestgeschäft werden diese online zu finden sein.