Die drei Brüder Patrik, Philipp und Daniel Tykesson haben den Elektroroller Kumpan entwickelt. (Foto: PR/Kumpan Electric)

Die drei Brüder Patrik, Philipp und Daniel Tykesson haben den Elektroroller Kumpan entwickelt.
(Foto: PR/Kumpan Electric)

Kumpan Electric
Neumacher-Sieger 2011
Gründer: Philipp, Patrik und Daniel Tykesson

Mit ihrem Elektroroller Kumpan Electric wollen die drei Brüder ganz leise die Straßen des Erdballs erobern. Die Tykessons begannen einst mit einem Modell, heute können sie schon drei Versionen ihres Elektrollers vorweisen. Im Gespräch erzählen sie, wie sie ihre Internationalisierung vorantreiben wollen und wie es war, erstmals einen Kumpan auf der Straße zu sehen.

Sie haben im Jahr 2011 den Neumacher-Wettbewerb der WirtschaftsWoche mit Ihrem Start-up Kumpan Electric gewonnen. Wo stehen Sie mit Ihrem Unternehmen heute?
Heute sind wir Markt- und Innovationsführer im Bereich der elektrischen Mobilität von 25 bis 45 Kilometer pro Stunde in Deutschland. Wir haben den Elektroroller mit der größten Reichweite und dem flexibelsten Akkuwechselsystem. Wir haben unser damals einziges Elektrorollermodell um zwei weitere Modelle ergänzt, einen Elektrotretroller auf dem Markt gelauncht und unser Zubehörprogramm vervielfacht. Mit über 20 Mitarbeitern arbeiten wir heute in Remagen. Wir drei Gründerbrüder Tykesson sind noch immer vereint und arbeiten gemeinsam mit unseren Mitarbeiter an einem Ziel: weltweit der führende Elektromobilitätshersteller zwischen fünf und 120 Kilometer pro Stunde zu werden.

Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie sich seitdem stellen mussten?
Erster Punkt: Supply-Chain-Management. Wenn Zulieferer kurzfristig ausfallen und nicht rechtzeitig liefern, kann das einen Jahresplan ganz schön beeinflussen. Man braucht immer einen Plan B und C. Zweiter Punkt: Marketing. Das bedeutete in den ersten Jahre, ein Sensibilisieren der Kunden, dass Elektroroller nicht nur eine Alternative darstellen, sondern insgesamt sogar mehr zu bieten haben als Benzinmotorroller. Dritter Punkt: Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Produkts und der Marke.

Was waren die größten Erfolge für Sie persönlich?
Dem ersten fahrenden Kumpan auf der Straße zu begegnen. Ein Unternehmen aufzubauen, dass mittlerweile mehr als 20 Mitarbeiter hat und nach drei Jahren bereits den Break Even erreichte. Produkte zu erfinden und weiterzuentwickeln, die nachhaltig, modern und stylisch zugleich sind. Die ersten Patenturkunden in der Hand zu halten. Die Marke „Kumpan electric“ immer weiter zu stärken und auszubauen. Innovationsdurchbrüche in kürzester Zeit zu realisieren.

Wenn Sie auf die Zeit vor der Preisverleihung zurückblicken: Was hat Ihnen der Neumacher-Wettbewerb gebracht?
Die Auszeichnung war eine große Wertschätzung für harte Arbeit und eine Bekräftigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Umso mehr Menschen an die Produktidee glauben, umso einfacher wird es. In den Startjahren ist es ebenfalls ein gutes Aushängeschild um von Partnern und Kapitalgebern ernst genommen zu werden. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Karen Heumann und Jens Tönnesmann bleibt uns sehr positiv in Erinnerung.

Was planen Sie mit Ihrem Start-up für die Zukunft?
Nachdem wir dieses Jahr den Sprung über den großen Teich gewagt haben und unseren ersten Kumpan-Store in Montreal eröffnet haben, planen wir derzeit, die Internationalsierungsstrategie weiter umzusetzen. Desweiteren werden dieses Jahr sowie nächstes Jahr Produktportfolioerweiterungen und neue Modelle gelauncht. Wir planen außerdem innerhalb der nächsten neun Monate eine größere Finanzierungsrunde, um die Expansion weiter voran zu treiben.