Das Münchener Start-up will möglichst einfach Ladepunkte an Hausfassaden und in Tiefgaragen nachrüsten. Private Geldgeber bringen neben Geld auch Branchenerfahrung mit.

Traditionell transportierten Aquädukte im Römischen Reich Wasser über viele Kilometer. Das „Aqueduct“ des bayerischen Start-ups ChargeX soll dagegen möglichst simpel Strom verteilen – an Elektroautos. Mit seiner so getauften Ladeinfrastruktur, die sich aktuell in der Entwicklung befindet, will das junge Unternehmen das Aufladen von E-Autos erleichtern.

Eine Kapitalspritze in mittlerer sechsstelliger Höhe soll nun dabei helfen, das Produkt bald fertigzustellen. Das in Ingolstadt gegründete Start-up ChargeX ist mittlerweile in München daheim – und konnte im vergangenen Sommer bereits einen Sonderpreis im Gründerwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums einsammeln.

Zielgruppe für das Mobiltitäts-Start-up sind Immobilienbesitzer oder auch Unternehmen mit Elektroautos in der Dienstwagenflotte. Die Technik soll die häufig komplizierte Installation oder Nachrüstung eines Ladepunktes erleichtern. Zudem soll eine Software dabei helfen, mehrere angeschlossene E-Autos in der benötigten Reihenfolge zu laden.

Investoren mit Erfahrung bei Elektronik und Autos

Für die erste Finanzierungsrunde konnte das ChargeX eine Reihe von privaten Investoren gewinnen. Viele von ihnen bringen relevante Branchenerfahrung mit und sollen dadurch auch beim geplanten Markteintritt helfen. Angeführt wird die Finanzierungsrunde etwa von dem ehemaligen Geschäftsführer des Elektronik-Herstellers Phoenix Contact, Martin Heubeck. Möglichst kostengünstige Ladepunkte seien „der Schlüssel, wenn nicht sogar die Voraussetzung für die Akzeptanz und Verbreitung der Elektromobilität“, lässt sich Heubeck in einer Pressemitteilung zitieren.

Zudem investieren unter anderem Matthias Willenbacher, Gründer des Erneuerbare-Energien-Spezialisten Juwi und Investor beim Elektroautohersteller SonoMotors sowie der Gründer des Wearable-Start-ups ProGlove, Alexander Grots. Den Kontakt zu einigen der Geldgebern stellte dabei das in München ansässige Netzwerk BayStartUP her.