Gleichzeitig bekomme gemeinsames Essen einen immer stärkeren Erlebnis-Charakter, so Ziemßen. Darauf setzt auch das Startup Foodiac, das Anfang März in Berlin gestartet ist. Das finnische Unternehmen vermittelt Köche an Privatpersonen. Wie wird das Steak saftig und die Soße cremig? Wer will, kann sich in der eigenen Küche Tipps vom Profi holen – oder gleich mitschnippeln. Knapp 20 Köche und Caterer stehen in Berlin bisher zur Auswahl. Bald will das Startup auch in weitere Städte expandieren.

Möglichst schnell möglichst groß werden: Das Wettrennen um die Vorherrschaft in der Branche hat begonnen. Mit EzCater, ZeroCater oder EatClub gibt es dafür schon eine ganze Reihe amerikanischer Vorbilder. Das Startup EzCater zum Beispiel hat insgesamt schon 35 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Marktexperte Nietzer erwartet, dass auch in Deutschland immer mehr Geldgeber einsteigen werden. „Der Markt für Catering wird weiter wachsen“, sagt er. Dennoch würden wohl nicht alle Startups überleben. „In den nächsten Monaten muss sich zeigen, welches Geschäftsmodell von den Kunden am besten angenommen wird.“