„Gerade kleinere Anbieter haben sich bisher oft schwer getan, eine Internetseite einzurichten, die dann auch bei Google gefunden wird“, sagt Nietzer. Mit den Plattformen können sie ihre Kunden online besser erreichen. Dafür müssen sie allerdings eine Provision am den Plattform-Betreiber zahlen.

Einige Unternehmen wie Lemoncat und HeyCater konzentrieren sich vor allem auf Firmencatering. Manager sitzen oft stundenlang in Meetings, Verhandlungen und Konferenzen. Gutes Essen sorgt nicht nur dafür, dass die Teilnehmer bei Laune bleiben. „Essen ist in Deutschland für viele Firmen auch zu einer Art Statussymbol geworden“, sagt Food-Experte Fabio Ziemßen. „Die Firmen wollen auf diese Weise zeigen, dass sie neue Trends frühzeitig wahrnehmen und das lässt sich über die Auswahl der Gerichte und Food Services sehr gut zeigen.“  Den Startups kommt das zu Gute: Kunden, für die Essen nicht nur Notwendigkeit, sondern Teil der Selbstdarstellung ist, zahlen mehr.

Ob Paleo, Free-From-Speißen oder Superfoods – auch bei privaten Veranstaltungen werden spezielle Essgewohnheiten immer wichtiger. „Früher waren exklusive Produkte wie Kaviar einer kleinen Bevölkerungsgruppe vorbehalten“, sagt Ziemßen. „Heute haben wir Zugang zu allem und definieren uns daher über komplexere Ernähungsmuster, die Ausdruck unserer Identität und Werte sind.“ Für Caterer bedeutet das: wer lediglich eine solide Standardauswahl ohne Extras anbietet, hat es in Zukunft schwer – insbesondere bei trendbewussten Großstädtern.