Der Versuch, die Geschäftspost für Unternehmen zu digitalisieren, scheitert. Andere Start-ups beschreiten weiter diesen Weg.

Mail statt Brief, PDF statt Papierstapel: Dieses Ziel verfolgte das im erst im vergangenen Herbst gestartete Unternehmen Bullet – und digitalisierte die Geschäftspost für Unternehmen. Jetzt hat das Start-up den Betrieb bereits wieder eingestellt.

Das Ziel, dem Mittelstand auf dem Weg zu einem papierlosen Büro zu helfen, ist damit gescheitert. Dieses Vorhaben benötige „aus der Erfahrung der letzten Monate deutlich mehr Zeit – und vor allem Kapital -, als angenommen“, heißt es in einem Beitrag der Gründer Florian Eismann und Seong-Min Kang auf der Webseite des Start-ups. „Dieser Aufgabe sehen wir uns aktuell nicht gewachsen“.

Als Nachfolge-Service empfiehlt das Bullet-Team den ebenfalls in Berlin heimischen Konkurrenten Dropscan. Preislich liegen die beiden Start-ups in etwa gleichauf: In einem Business-Tarif mit 100 verarbeiteten Briefen pro Monat verlangt Dropscan 90 Euro, Bullet arbeitete mit einem vergleichbaren Angebot von 89 Euro.

Mit Produkten rund um das papierlose Büro beschäftigen sich einige Start-ups – einfach ist das Geschäft jedoch nicht. So versuchte sich etwa Digitalbriefkasten.de an einem Scan-Service für Privatpersonen, unter anderem initiiert vom Kreditech- und Farmako-Gründer Sebastian Diemer. Ende 2018 wurde der Dienst jedoch von Caya übernommen. Das Start-up richtet sich mit seinen Tarifen sowohl an Privatpersonen als auch an kleine und mittelständische Unternehmen. Daneben bietet unter anderem auch die Deutsche Post Scan-Services für Geschäftskunden an.