Angesichts ihrer geringen Größe fällt es den jungen Firmen leicht, sich flexibel an neue Situationen anzupassen. So können sie auf eine Art und Weise Vorteile aus Veränderungen ziehen, wie es Konzernen mit tausenden Beschäftigten nicht möglich ist. „Wenn den Leuten klar wird, dass diese Hürden vor ihnen Chancen darstellen, dann sind Start-ups diejenigen, die das Potenzial am besten ausschöpfen können“, sagt Kimmelmann.

Mobilität muss bewahrt werden

Zugleich lässt viele die Sorge nicht los, dass London seine Attraktivität als pulsierender Hightech-Standort einbüßen könnte. Die Finanztechnologie-Sparte gilt dabei als besonders gefährdet. Im vergangenen Jahr ging nach Branchenangaben ein Drittel allen Risikokapitals für europäische Start-ups nach Großbritannien.

Neil Rimer, Mitbegründer der Risikokapitalgesellschaft Index Ventures, appelliert an die britische Regierung, das nicht zu gefährden. Ungeachtet der künftigen Handelsbeziehungen mit der EU müsse das Königreich weiterhin attraktiv bleiben für Fachkräfte und Firmengründer. „Wer auch immer die Verhandlungen führen wird, wird nicht daran interessiert sind, den Leuten auf ihrem Weg zur Arbeit im Weg zu stehen“, sagt er. „Ich denke, die Regierung wird viel dafür tun, diese Art der Mobilität zu bewahren.“