Die Sensoren des Start-ups sollen die Lieferkette transparenter machen. Mit privaten und öffentlichen Geldern will die junge Firma mehr Unternehmen überzeugen.

Ein besonders energieeffizientes Netzwerkprotokoll für die Lieferkette: Darauf setzt das im Umkreis von München angesiedelte Start-up Blackbox Solutions. Das Team nutzt für die Kommunikation von Sensoren sogenannte Low Power Wide Area Networks (LPWAN)-Technologien. Dadurch sollen Sensoren über eine lange Zeit Informationen über Waren übermitteln können.

Diesen Ansatz honorieren jetzt Investoren: Blackbox Solutions schließt eine erste Finanzierungsrunde über zwei Millionen Euro ab. Das Kapital stammt dabei aus einer Mischung von privaten und öffentlichen Geldgebern: Ein privater Investor aus dem BayStart-up-Netzwerk gehört ebenso dazu wie Bayern Kapital, eine Tochter der LfA Förderbank Bayern, und der halbstaatliche Frühphasenfinanzierer High-Tech-Gründerfonds (HTGF).

Viele Start-ups basteln an der Lieferkette

Zusätzlich hat sich Blackbox Solutions nach eigenen Angaben Mittel aus dem Bayerischen Programm zur Förderung technologieorientierter Unternehmensgründungen, kurz BayTOU, gesichert. Start-up-Gründer Wolfgang Vogl freut sich über ein „schlagkräftiges Konsortium“. Zum Kundenkreis gehören nach eigener Angabe bereits Unternehmen aus der Industrie, Automobilhersteller und Logistikdienstleister.

An digitalen Lösungen rund um die Lieferkette arbeiten zahlreiche Start-ups. Erst gestern hatte das Unternehmen Sustainabill den Einstieg der GLS-Bank verkündet – das Kölner Start-up will eine transparente Datenbank von Lieferanten aufbauen. Ebenfalls auf eine Überwachung der Lieferkette mithilfe von Sensoren setzt das Schweizer Start-up Nexiot. Hier investierten Geldgeber in dieser Woche sogar gut 13 Millionen Euro.