Ein Start-up kann das nicht nur über nette Räumlichkeiten zeigen, sondern auch, indem es auf die Wünsche des Programmierers eingeht. „Nerds lieben ihre Tools“, sagt der frühere CTO. „Wenn sie drei Monitore wollen, gib ihnen drei Monitore. Wenn sie vier wollen, gibt ihnen vier.“ Sein Kalkül: Das sei günstiger, als einen neuen Programmierer zu finden. „Du kannst Programmierer kaufen mit Monitoren und CPUs.“ Allerdings glaubt nicht jeder an diese einfache Formel.

Um eine gute Atmosphäre zu schaffen, sollte der Programmierer auch nicht – wie am Anfang beschrieben – jeden Tag mit neuen Aufgaben unter Druck gesetzt werden. Den Druck zu erhöhen, möge kurzfristig helfen, aber nicht langfristig, gibt Janowfsky zu bedenken. Stattdessen brauche ein Programmierer Zeit, um sich in neue Prozesse und Abläufe einzuarbeiten und sie zu verstehen. Diese Zeit solle man ihm auch geben, rät der Experte.

„Investiere das Geld lieber in dich selbst“

Lars Jankowfsky empfiehlt jedem Gründer, sich auch selbst in die technologischen Aspekte des Webseite-Bauens einzulesen. „Statt 30.000 Dollar in irgendeine Firma zu investieren, die das für euch übernimmt, investiert das Geld in euch selbst“, sagt der Ex-CTO während seines Vortrags. Wer die Grundlagen verstehe, könne mit den Programmierern auf Augenhöhe reden. Der Rat ist zumindest insofern bemerkenswert, weil Jankowfskys Firma NFQ selbst technische Dienste anbietet, die zum Beispiel die internationale Expansion vereinfachen sollen.

Am Ende bringt er es auf eine einfache Formel für Gründer: „Wenn du nicht drei Mal in zwei Wochen deine Meinung änderst, würden wir uns schon sehr darüber freuen.“