VGSD: Interessenvertretung für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige

Ist der Gründungsprozess schon längst vollzogen, lohnt sich hingegen vielleicht eher ein Blick auf den „Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e.V.“ (VGSD). Er bietet ähnlich wie der Start-up-Verband politische Interessenvertretung und gegenseitigen Austausch. Doch die Klientel ist eher wie beim Gründerverband: Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen bis neun Mitarbeiter, gerne auch Teilzeit-Selbstständige. „Die Anliegen der kleinen Selbstständigen unterscheiden sich erheblich von den Anliegen mittelständischer Unternehmen oder auf schnelles Wachstum angelegter Start-ups”, sagt der Vorsitzende Andreas Lutz (www.gruendungszuschuss.de). Vor allem Sozialversicherung, Scheinselbstständigkeit und Gründungsförderung stehen auf der Agenda des Verbands.

Der vor drei Jahren entstandene VGSD hat derzeit 1000 Mitglieder, darunter viele Berater, Trainer, Softwareentwickler, Grafikdesigner und Publizisten. Der Verein ist für alle richtig, die gerne viel mitgestalten möchten, zum Beispiel durch Petitionen und Stammtische. Eine Besonderheit sind die Telefonkonferenzen, bei denen Mitglieder einen Experten eine Stunde lang zu einem praktischen Thema befragen können.

Der Mitgliedsbeitrag liegt wahlweise bei fünf Euro, 7,50 Euro oder 10 Euro pro Monat. An den Telefonkonferenzen könnten Interessierte zunächst kostenlos teilnehmen, indem sie sich als „Community-Mitglied“ registrieren.

BFS, BDS, BVMW und UMU – Viele Verbände für den Mittelstand

Der VGSD will sich wie erwähnt explizit von Verbänden des Mittelstandes abgrenzen. Derer gibt es tatsächlich gleich mehrere: Den „Bundesverband der Selbständigen“ (BDS), den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), die „Union mittelständischer Unternehmen“ (UMU, ca. 68.000 Mitglieder) sowie den „Bundesverband zur Förderung der Interessen Selbständiger, Unternehmer und Freiberufler“ (BFS, knapp 9.000 Mitglieder). Die meisten der Mittelstandsverbände zeichnen sich vor allem durch politischen Einsatz für unternehmerfreundliche Bedingungen aus und bieten ihren Mitgliedern Sondertarife bei Versicherungen, Telefonanbietern, Autohäusern und ähnlichem.