Was macht eigentlich ein … E-Jurist?

Anwalt sein, ist eine der bekanntesten Professionen und vor allem mit viel harter Arbeit und Lernen verbunden. Aber wofür steht das E? Sylvia Englert beschreibt in ihrem Buch „Die Jobs der Zukunft“ den E-Juristen als „Jurist mit Schwerpunkt Online-Recht, der zum Beispiel Verträge mit Providern aushandelt, sich mit Verschlüsselungsprogrammen befasst und Domain-Namen einklagt“.

Auch E-Juristen müssen deshalb, wie ihre offline arbeitenden Kollegen, das zweite Staatsexamen ablegen, haben sich jedoch einem immer größer werdenden Markt verschrieben – dem Internet. Auch weil viele Start-ups, besonders zu Beginn, genuin online zu finden sind, hat sich ein Bedarf an Fachwissen gemehrt,  zum Beispiel um die Daten von Nutzern zu schützen, Marken und den digitalen Auftritt einer Firma. Denn das Internet ist freilich kein rechtsfreier Raum, digital geschlossene Verträge sind ebenso bindend wie ihre analogen Pendants. Besonders unwegsam ist dieser Bereich, weil sich das Internet und seine Möglichkeit sehr schnell weiter entwickeln. Deshalb ist es hilfreich Technik affine zu sein oder im Zweifel einen Experten im jeweiligen Feld zu Rate zu ziehen. Englert empfiehlt, sich auf Wirtschaftsrecht oder internationales Privatrecht zu spezialisieren oder gar einen Ergänzungsstudiengang in Rechtsinformatik zu belegen, wie ihn die Universität Hannover anbietet.