In einer Series-A-Runde sammelt das Berliner Start-up 6,4 Millionen Euro ein und will nun das Produkt weiterentwickeln und europaweit expandieren. 

Frisches Kapital für Beat81: Dank einer erfolgreich abgeschlossenen Series-A-Finanzierungsrunde kann das Berliner Fitnesstechnologie-Start-up nun mit Vollgas durchstarten. 6,4 Millionen Euro gab es vom schwedischen Risikokapitalgeber EQT Ventures. Das Geld soll in die Weiterentwicklung des Produkts fließen, sagte CEO Tim Dettmann gegenüber WirtschaftsWoche Gründer: „Bei den Ideen, an denen wir aktuell arbeiten, geht es vor allem um das Community-Erlebnis sowie den Kontakt zwischen Trainer und Gast.“

Auch eine Expansion ins europäische Ausland sei geplant: „Hier sind besonders die Ballungsgebiete wie etwa Amsterdam, Barcelona und London herauszuheben, aber auch Wien, Stockholm und Zürich finden wir interessant. Unser Anspruch ist aber eine globale Fitness-Marke und -Bewegung aufzubauen, die mit dem Outdoor-Modell schnell pan-europäisch skalieren kann.“ 

Aktuell ist Beat81 in Deutschland in den Städten Berlin, München, Hamburg und Köln vertreten, auch hierzulande soll das Unternehmen wachsen, das knapp 20 Mitarbeiter starke Team soll vergrößert werden.

Firmen-Events für den B2B-Bereich

Beat81 wurde vom ehemaligen Profi-Badmintonspieler und früheren Deutschen Meister Tim Dettmann gestartet, der vor der Gründung als Berater bei McKinsey arbeitete. Zum Start im Jahr 2017 erhielt das Unternehmen ein Seed-Investment vom Früphaseninvestor Atlantic Labs. Beat81 stellt Fitnesstrainern Software und Hardware zur Verfügung, mit denen sie eigene Trainingsangebote auf Basis der Start-up-eigenen-Infrastruktur erstellen können. Mithilfe der Technologie sollen Training-Sessions organisieret, Zahlungen verwaltet sowie Kurse angepasst und optimiert werden. Eigenen Angaben zufolge nutzt aktuell eine fünfstellige Anzahl an Nutzern das monatliche Abomodell. „Als weiteren Weg um Neukunden und Umsatz zu generieren, bieten wir unsere Fitnesskurse auch auf großen Fitness-Plattformen an und haben im B2B-Bereich firmenspezifischen Teamevents entwickelt.“

Zuletzt erregte eine Reihe von Start-ups aus dem Sport-und Fitnessbereich die Aufmerksamkeit der Investoren. So erhielt Freeletics im Dezember des vergangenen Jahres 40 Millionen Euro, eGym sammelte 17,5 Millionen Euro für den Sprung über den Atlantik ein und Asana Rebel konnte einen amerikanischen Wagniskapitalgeber von sich überzeugen.