Das Handwerker-Start-up sammelt 1,3 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der firmeneigenen Software ein – mit an Bord sind auch die Interhyp-Gründer.

Finanzspritze für Banovo: Das Münchner Start-up, das sich auf die Sanierung und Renovierung von Bädern spezialisiert hat, sammelt in einer aktuellen Finanzierungsrunde 1,3 Millionen Euro ein. Angeführt wurde die Runde erneut von Lead Investor HW Capital, der Venture-Capital-Firma der Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf.

Die bestehenden Investoren – darunter WenVest, DQuadrat Equity Partner, Home24- und McMakler-Gründer Felix Jahn und Apollocapital von Check24-Gründer Henrich Blase – haben dem Unternehmen damit seit seiner Gründung 2015  insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Vergrößerung des Teams geplant

„Die Komplexität des Geschäftsmodells im Zusammenwirken von Technologie und hochqualifizierten Mitarbeitern hat uns sofort an Interhyp erinnert. Das Team löst die Herausforderungen bestens und wird in diesem riesigen Markt kräftig Marktanteile erobern”, sagt Investor Robert Haselsteiner. Erst im Dezember hatte er in das ebenfalls in der bayerischen Hauptstadt ansässige Bausoftware-Unternehmen Capmo investiert.

„Das Geld soll in die Vergrößerung des deutschlandweit aktiven, zurzeit 75-köpfigen, Teams und in die Weiterentwicklung unserer eigens entwickelten Software fließen“, sagten die Gründer Mareike Wächter und Michael Dreimann auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

Dienstleistungen von der Planung bis zur Umsetzung aus einer Hand

Banovo wurde 2015 von den beiden ehemaligen Unternehmensberatern Wächter und Dreimann gegründet. Als Komplettanbieter betreut das Unternehmen seine Kunden bei einer Badsanierung ganzheitlich und bietet alle Dienstleistungen von der Planung bis zur Umsetzung aus einer Hand. „So sind wir für den Kunden auch der einzige Ansprech- und Vertragspartner durch das gesamte Sanierungsprojekt hindurch, das macht vieles leichter, weil sie nicht alle Handwerker wie Elektriker, Fliesenleger, Installateure und Maler selber koordinieren müssen.” Bei der Umsetzung arbeitet Banovo sowohl mit eigenen Handwerkern als auch mit Partnerbetrieben zusammen. Kunden können die Sanierung zuvor kostenfrei mit Hilfe einer 3D-Planung von zu Hause aus durchgehen. Für die Umsetzung der Sanierung zahlen sie einen zuvor festgelegten Festpreis inklusive aller Produkte und Dienstleistungen.

Der Umsatz belief sich 2018 auf sechs Millionen Euro

Aktuell hat das Start-up Bürostandorte in München und Berlin, weitere Niederlassungen sollen folgen. Eine Expansion ins Ausland sei zurzeit nicht geplant, so die Gründer: „Bei einer Marktgröße von 600.000 Sanierungen für Privatkunden jährlich in Deutschland sehen wir hier hierzulande noch viel Potenzial.“

Eigenen Angaben zufolge saniert das Banovo 120 Bäder pro Quartal. 2018 belief sich der Umsatz auf sechs Millionen Euro, man wachse rund 100 Prozent pro Jahr.