Die Fidor AG hatte im vergangenen Herbst sogar angekündigt, einige Programmierschnittstellen für Fintechs zu öffnen, um so die Integration zu erleichtern. Aktuell nennt man dort bereits FinTechs wie Smava, das britische Unternehmen The Currency Cloud oder das amerikanische Start-up HyperWallet als Partner. Frisch ausgestattet mit der Banklizenz-Nummer 143626 will auch die Solarisbank mitmischen, entstanden aus dem FinTech-Inkubator Finleap. “Wir bieten erstmals digitalen Unternehmen Banking as a Platform”, warb Vorstand Marko Wenthin zum Start vor knapp zwei Monaten, “unsere Plattform ist voll funktionsfähig und skalierbar.”

Spannend bleibt, ob es dauerhaft sinnvoll sein wird, die Wertschöpfung auf mehrere Unternehmen zu verteilen – oder ob einige FinTechs letztendlich doch selbst groß genug werden, um alles aus einer Hand anbieten zu können und zu wollen. Whitebox-Gründerin Preiswerk bleibt skeptisch: “Ändern könnte sich eine Betrachtung einzig, wenn wir zusätzliche Dienstleistungen in einer Form anbieten, die solche Überlegungen sinnhaft erscheinen ließen.“ Nach den ersten Kooperationsmonaten sieht sie eine Banklizenz für das eigene Unternehmen weiterhin nicht als nötig an: “Sag‘ niemals nie – aber eigentlich: Nein.“