Die beiden Vertreter aus der Politik, Steffen Bilger, der für die CDU im Bundestag sitzt, und Saskia Esken, SPD-Bundestagsmitglied, widersprachen dieser Kritik grundsätzlich nicht. Sie sahen aber nicht nur die Politik in der Pflicht, sondern auch die Wirtschaft. Etwa die großen baden-württembergischen Unternehmen Bosch und Daimler. „Wir sind in vielen Bereichen führend, dieses Bewusstsein birgt die Gefahr, dass man sich zu sehr darauf ausruht“, sagte Bilger.

Wie er sah auch Esken die Schuld nicht allein bei der Politik, sondern auch bei den Unternehmen: „Es wirkt so, als würde den Unternehmen auch der Mut dabei fehlen“, sagte die SPD-Politikerin.

Ulrich Dietz, Gründer und Geschäftsführer von GFT Technologies, sprach vor diesem Hintergrund vor allem auch die Automobilbranche an. „Wir haben die besten Autoproduzenten und -zulieferer der Welt in Baden-Württemberg“, sagte er. Aber was Zukunftsmobilität angeht, habe man in Baden-Württemberg nichts. Es gäbe weder bedeutende Messen noch Konferenzen zu diesem Thema, obwohl das Bundesland laut Dietz diesbezüglich der Hotspot sein müsse. „Wenn die Welt wissen will, wie diese Probleme in der Zukunft gelöst werden sollen, sollte sie dafür nach Baden-Württemberg müssen.“