Aktuell unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit ihrem Hauptprogramm 22 Hochschulen dabei, eine ganzheitliche Strategie zur Gründungskultur am eigenen Campus zu entwickeln. Die drei überzeugendsten Konzepte sind 2013 zusätzlich mit dem Prädikat “EXIST-Gründerhochschule” ausgezeichnet worden. Darunter die Universität Kassel, die Universität des Saarlandes und die Universität Lübeck. Bereits 2011 wurden mit diesem Präsidikat drei Hochschulen bedacht, wie etwa die Hochschule in München, die Technische Universität Berlin und die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.

Studenten sollen verstehen, wie Unternehmen funktionieren

Gründer Cube auf dem Campus Lübeck [Foto: René Kube]

Ulrike Mildner ist Gründungsberaterin an der ausgezeichneten Lübecker Hochschule. Sie sitzt auf dem Campus der Fachhochschule Lübeck im so genannten GründerCube. Das Haus sieht aus wie ein kleiner, roter Würfel und ist auf dem Gelände nicht zu übersehen. Das war auch die Idee der Fachhochschule Lübeck und der Universität Lübeck, die immerhin 250.000 Euro für den GründerCube ausgegeben haben. „Jeder Student an den Hochschulen soll mindestens einmal mit dem Thema Gründen in Berührung gekommen sein“, sagt Mildner über ihre Arbeit in dem Gründerzentrum. Die Studenten sollen während ihres Studiums eine Vorstellung davon entwickeln, wie Unternehmen funktionieren und wie man eine Idee in ein Produkt und eine Dienstleistung umsetzen kann. Dafür können sie bei ihr immer vorbeikommen. „Wir begleiten von der Idee bis hin zum Businessplan und der Finanzierung.“

Auch Hoffmann und sein Team arbeiten eng mit ihrer Universität in Oldenburg zusammen und haben davon enorm profitiert. Mittlerweile sind die Tüftler in der dritten Generation ihrer Prototypen. Erste Anwender nutzen die Geräte bereits. In diesem Jahr wollen sie 1000 Geräte absetzen, in drei Jahren sollen es schon zehn Mal so viele sein. Dafür starten sie demnächst auch mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo. Später hoffen sie auf strategische Investoren. „Nur mit immer wieder Fragen, sind wir soweit gekommen“, sagt Hoffmann heute über ihre Entstehungsphase. Wichtigster Ansprechpartner dabei: vor allem die Uni.