Wäre es nicht sinnvoller, sich die Suche nach Investmentmöglichkeiten in ausgewählten Branchen zu begeben?

Wir arbeiten sehr generisch – wir wollen für jede Möglichkeit bereitstehen. Wenn man zu sehr auf einen Sektor fokussiert, verpasst man leicht wichtige Veränderungen. Vor zehn oder 15 Jahren hätte wohl kein VC-Investor in ein Unternehmen investieren wollen, das den Taximarkt global revolutionieren will.

Und mit Ihrem neuen Fonds können Sie jetzt das Geld mit vollen Händen ausgeben.

Wir werden weiterhin sehr selektiv investieren. Wir sind in Kontakt mit etwa 2000 Unternehmen pro Jahr und investieren pro Jahr in höchstens zehn Firmen, oft sogar weniger. Wir wollen so das Risiko für den Fonds reduzieren und das Tempo erhöhen: Lieber vorher viel Zeit in das operationelle Screening stecken als neun Monate nach dem Investment feststellen, dass man auf dem falschen Weg ist.

Woher stammt das Geld in Atomico IV?

Das ist jetzt unser vierter Fonds. Und mit jeder Generation sind wir durch unsere Geldgeber globaler, schlauer und strategischer geworden. Wir haben jetzt Pensionskassen, Staatsfonds, Family Offices und noch viele andere Investoren an Bord. Finanziell wollen alle profitieren, aber viele bringen auch ein strategisches Ziel mit.

Und wie sieht das aus?

Staatsfonds etwa investieren normalerweise in viel größerem Maßstab, können sich bei uns aber einen Überblick verschaffen, welche Unternehmen und Branchen sich nachhaltig verändern. Und für einige Investoren aus Unternehmenskreisen bieten wir ein Fenster in die Welt – sie sehen, wo und wie sich Branchen verändern.