NuCom, die Digitalsparte des Münchener Medienkonzerns, übernimmt die Mehrheit an Aroundhome, ehemals Käuferportal. Co-Gründer Robin Behlau bleibt Geschäftsführer. 

Alles neu macht der Januar – das gilt zumindest für das Berliner Handwerkerportal Aroundhome: Das Start-up, das 2008 als “Käuferportal” gestartet war, hat sich nicht nur einen neuen Namen zugelegt, sondern auch weitere Anteile an seinen Altgesellschafter, die Digital-Sparte von ProSiebenSat.1 verkauft.

NuCom wird Mehrheitseigner hält nun 94 Prozent statt wie bisher 42 Prozent. Die Erhöhung um 52 Prozent setzt sich zusammen aus den Anteilen des Wachstumsinvestors General Atlantic, der vor zwei Jahren zeitgleich und in gleicher Höhe mit ProSiebenSat1 bei Aroundhome eingestiegen war sowie den Anteilen der Gründer Mario Kohle und Robin Behlau. General Atlantic, bisher mit 25,1 Prozent an der NuCom Group beteiligt, tauscht seine Aroundhome-Anteile gegen eine weitere Beteiligung an der NuCom Group und kommt nun auf 28,4 Prozent.

Ein Gründer steigt aus

Gründer Mario Kohle zieht sich mit dem Verkauf seiner Anteile aus dem Unternehmen zurück. Robin Behlau behält sechs Prozent der stimmberechtigten Anteile und bleibt als CEO an Bord.

Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Auf der Homepage des Unternehmens können Kunden sich über Produkte und Handwerker-Dienstleistungen rund um das Thema Haus informieren, etwa zum Bau einer Solaranlage oder zum Einbau einer Küche. Sie erhalten von den Aroundhome-Mitarbeitern den Kontakt zu passenden Betriebe aus der Region, die ihnen dann ihrerseits ein Angebot machen können. Für die Kunden ist der Dienst kostenlos, die Handwerker zahlen für jeden Kundenkontakt eine fixe Provision, die von der Sparte abhängig ist.

Eigenen Angaben zufolge hat Aroundhome seit 2014 seinen Umsatz im Durchschnitt jedes Jahr um 35 Prozent steigern können. 2018 habe man Dienstleistungen im Wert von 1 Milliarde Euro vermittelt und verfüge über ein Netzwerk von 12.000 regionalen Firmen. Die Bewertung des Unternehmens beträgt nun 140 Millionen Euro.