Das Start-up hat sich auf die Immobilienbranche spezialisiert. Zu den Kunden gehören namhafte Investmentgesellschaften.

Gegründet 2012, hat sich das Berliner Start-up Architrave mit seinem Dokumentenmanagementsystem für die Immobilienbranche einen Namen gemacht. Zu den Referenzkunden zählen die Investmentgesellschaften Aberdeen Standard, BNP Paribas Real Esate, Beos und Union Investment. Letztgenannte halten Minderheitsbeteiligungen am Unternehmen. Auch die Immobiliensparte der Deka Bank nutzt die Software – und ist Ende Januar ebenfalls als Investor eingestiegen.

Nun ist mit PropTech1 Ventures ein weiterer Geldgeber hinzugekommen. An dem vor einem Jahr gestarteten Wagniskapitalfonds sind bisher 17 Immobilienunternehmen und – unternehmer beteiligt. In das Berliner Start-up fließen zwei Millionen Euro. „Uns war es insbesondere wichtig, einen unabhängigen Investor aus dem erfreulich großen Angebot an Optionen auszuwählen, der uns auch beim weiteren Wachstum mit Rat und Tat unterstützt“, kommentiert Maurice Grassau, Gründer und CEO von Architrave.

KI-Roboter übernimmt Routineaufgaben

Das Proptech digitalisiert für Kunden sämtliche Dokumente rund um ihre Immobilienportfolios und macht diese in einem zentralen Datenraum zugänglich. Die digitale Ablage soll Prozesse beschleunigen und Ordnung in die Dokumentation bringen. Anfang des Jahres hat das Architrave zudem sein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes Produkt „Delphi“ vorgestellt. Dieser KI-Roboter soll Dokumente automatische klassifizieren, benennen und richtig ablegen.

Das Start-up beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell über 70 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Frankfurt/Main und Dresden. Seit 2016 verzeichne man jährlich ein dreistelliges Umsatzwachstum. Die über 50 Kunden verwalten laut Architrave Immobilien im Gesamtwert von 60 Milliarden Euro über die Software.