Judith Williams hat das Produkt als „Rolls Royce“ unter den Kinderwagen bezeichnet. Freut
Sie dieses Lob?

Natürlich sind wir darüber sehr erfreut, schließlich muss bei einem so hochpreisigen Produkt die Qualität stimmen.
Bei den Preisen, die wir für manche Stoffe bezahlen und die auch bei Luxus-­Modemarken eingesetzt werden, wäre
ein anderes Urteil aber auch sehr deprimierend.

Sie sind mit 24 und 21 Jahren noch recht jung. Warum haben Sie gegründet?
Vor AngelCab hatten wir bereits zweimal gegründet, beides hat nicht geklappt. Mit AngelCab haben wir es noch einmal probiert und mehr Vorarbeit geleistet. Im Studium lernt man außerdem oft nur die Grundlagen, diese helfen
aber oft nicht weiter. Wer also rasant viel lernen möchte, sollte unbedingt selbst gründen – auch wenn es dann nicht
funktioniert.

Weder ihr Bruder noch sie haben Kinder. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?
Wir haben durch Zufall einen Testbericht entdeckt und festgestellt, dass selbst Premiumwagen von eher minderwertiger Qualität sind – auch in Bezug auf Schadstoffe. Das liegt am traditionellen Geschäftsmodell: Kinderwagen werden zuerst einmal im stationären Einzelhandel begutachtet und getestet, erst dann erfolgt der
Kauf. Durch die Einzelhändlermargen ist so ein Wagen dann aber oft nicht mehr wert als 150 oder 200 Euro. Ein AngelCab aber kostet ab 690 Euro und ist individualisierbar. Und damit liegen in ähnlichen Höhen wie andere Premium-Hersteller.