Das liegt jedoch auch an einer Besonderheit: In der ersten Woche erhalten im neu gegründeten Companisto Angel Club der Plattform Anleger mit höheren Budgets und private Vermögensverwaltungen ein Vorkaufsrecht für die Anteile. Die minimale Beteiligung beträgt hier 10.000 Euro – in der geschlossenen Phase werden nur 50 Investoren zum Investment zugelassen. Erst in der kommenden Woche wird die Kampagne dann auch für die anderen Anleger der Plattform geöffnet.

Wenn es um die Unternehmensbewertung geht, sieht Gründer Metter sein Unternehmen mit aktuell 70 Mitarbeitern bei einem mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag. Angebote von strategischen oder finanziellen Investoren gab es durchaus. Der wichtigste Wunsch war jedoch, unabhängig zu bleiben. Aktuell liegt die Mehrheit der Anteile bei Metter und seiner Frau Géraldine.

Jetzt sollen je nach genauer Preisgestaltung etwa 15 Prozent der Anteile an die Crowd gehen – deren Aktien werden jedoch bei der Plattform Companisto zusammengefasst. „Wenn man sich einen strategischen Investor reinholt, hat man tolle Unternehmensbewertungen – aber dann ist man auch abhängig“, sagt Metter.

Börsengang geplant

Anderen Start-up-Gründern legt er mit seinen Erfahrungen durchaus weiterhin die Crowdfinanzierung ans Herzen – man müsse sich jedoch seiner Sache sicher sein, so Metter: „Man steht mit so einer Kampagne sehr in der Öffentlichkeit – und man muss den Mut haben, nach draußen zu gehen.“

Sein Unternehmen sieht er dafür gerüstet, auch weil die Aktiengesellschaft bereit heute hohe Berichtsstandards erfüllt. Und weil er die aktuelle Kampagne auch als ein Übungslauf für einen potenziellen Börsengang ansieht: Stimmen Wachstumspläne und Wirtschaftslage, ist der bereits für 2020 angepeilt.