Das Genfer Unternehmen entwickelt therapeutische Krebsimpfstoffe – das ist dem deutschen Pharmakonzern bis zu 325 Millionen Euro wert.

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat sämtliche Anteile am Schweizer Biotech-Start-up AMAL Therapeutics SA übernommen, das auf immunonkologische Therapien spezialisiert ist und neuartige Krebsimpfstoffe entwickelt. Mit dem Kauf wolle man die Entwicklung biologischer Therapien vorantreiben, so Michel Pairet, Mitglied der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim und verantwortlich für den Unternehmensbereich Innovation: „Mit der Übernahme von AMAL wollen wir uns deren bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen und deren Anwendungen zunutze machen.” Boehringer Ingelheim plant die Entwicklung neuer Therapien durch die Kombination von Wirkstoffen des eigenen Immunonkologie-Portfolios mit der patengeschützten Immunisationsplattform KISIMA von AMAL.

Zahlung abhängig vom Erreichen bestimmter Meilensteine

Wie die Unternehmen bekannt gaben, kann der Gesamttransaktionswert  bis zu 325 Millionen Euro betragen – bestehend aus einer Abschlagszahlung und zusätzlichen Geldern, die abhängig von dem Erreichen bestimmter klinischer und Zulassungs-Meilensteine sind. Darüber hinaus seien bis zu 100 Millionen Euro vereinbart worden, die im Falle eines kommerziellen Erfolg fließen sollen

Amal wurde 2012 auf dem Medizin-Campus der Universität Genf mit finanzieller Unterstützung durch ein Konsortium industrieller und institutioneller Investoren gegründet wurde. Zu den ersten Seed-Investoren zählten der Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) und der High-Tech Grьnderfonds (HTGF). Weitere Gelder kamen von VI Partners, Helsinn Investment Fund, BioMed Partners und Schroder Adveq. Madiha Derouazi, Gründerin und Hauptgeschäftsführerin, wird an Bord bleiben und die Plattform zusammen mit Boehringer Ingelheim weiterentwickeln.