Der Frühphaseninvestor Capnamic Ventures investiert in die Merchandising Optimization Plattform Aifora. Das Start-up will mit seiner Technologie den Einzelhandel stärken.

Vor genau einem Jahr ging das Düsseldorfer Start-up Aifora mit einem ambitionierten Plan an den Start: Die Gründer wollten mit den von ihnen entwickelten SaaS-Lösungen nicht nur den Einzelhandel revolutionieren, sondern bliesen gleichzeitig zum Angriff auf große Online-Portale wie Amazon. Ein Plan, den jetzt der in Köln und Berlin ansässige Frühphaseninvestor Capnamic Ventures mit drei Millionen Euro unterstützt.

Das Geld soll in die Weiterentwicklung der Technologie sowie in die Expansion in neue Märkte fließen. „Wir konzentrieren uns zunächst auf D-A-CH sowie die wichtigsten europäischen Retail-Märkte. Außerdem liegt der Fokus darauf den Eintritt in neue Handelsbranchen zu schaffen, zum Beispiel in den Verticals DIY, Home & Living und Consumer Electronics. Nachdem wir in 2019 skalierbare Strukturen aufgesetzt haben planen wir ab 2020 eine noch stärkere internationale Expansion in alle relevanten Absatzmärkte“, sagte Thomas Jesewski auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

MIT KI zu mehr Umsatz und Marge

Auch die Zahl der Mitarbeiter soll ausgebaut werden. Aktuell beschäftigt Aifora 15 Festangestellte am Standort Düsseldorf sowie Entwickler-Teams in der Ukraine, der Türkei und Brasilien. Bis zum Ende des Jahres sollen 30 neue Kollegen hinzukommen.

Aifora wurde im Februar 2018 von Thomas Jesewski und David Krings gegründet. Das Start-up bietet Einzelhändlern und Marken SaaS-Lösungen, die mittels künstlicher Intelligenz deren Umsatz und Marge erhöhen und den Bestand reduzieren. soll. Dazu wertet Aifora die Daten der Firmenkunden in Echtzeit aus und erstellt anhand dieser Informationen Prognosen zum Kaufverhalten der Konsumenten.

Die Kunden, zu denen NKD, KiK, Reno und Peek & Cloppenburg gehören,  abonnieren die Aifora-Software-Lösungen über eine Lizenz, deren Preis sich nach der Größe des Unternehmens bzw. dessen Umsatz richtet.