In die deutsche Start-up-Szene werden jede Woche Millionenbeträge investiert, manchmal machen aber auch Investoren einen Rückzieher. Der Fintech-Bereich wird bei Investoren immer wichtiger – und attraktiver. In dieser Woche hat der Funding Circle das Berliner Start-up Zencap übernommen und fusioniert damit mit dem größten Wettbewerber. Der Marktplatz, über den Investoren Kredite an Mittelständler vergeben können, war erst im März vergangenen Jahres gegründet worden und hat seither 35 Millionen Euro an etwa 520 Firmen ausgezahlt. Rocket Internet hält rund 75 Prozent an Zencap.

Allerdings ist der Erfolg von Fintechs nicht selbstverständlich: Sie müssen auch um Vertrauen der Kunden kämpfen: Wenn der Eindruck nicht täuscht, sind die Deutschen zunächst einmal immer sehr skeptisch, was die Kombination aus Geld und Internet betrifft – und das Vertrauen müssen Start-ups erst einmal gewinnen.

Eine Übernahme gab es beim auch Berliner Kochzutaten-Lieferdienst Marley Spoon, der am Donnerstag seinen österreichischen Wettbewerber Kochabo übernommen hat. Angaben über die Details des Deals gab es aber noch nicht.

Das Sport-Magazin „Kicker“ investiert eine siebenstellige Summe in Tickaroo, ein Start-up, mit dem Live-Tickern leichter werden soll. „Ich freue mich sehr, dass sich mit Kicker eine so starke, gut geführte und etablierte Marke im Sportbereich an Tickaroo beteiligt hat“, sagt Naomi Owusu, Gründerin der Liveticker-App, gegenüber Meedia.

Eine Finanzierung bekommen, hat auch das Rocket Internet Start-up Adjust. Investoren haben ingesamt 15 Millionen in das Adtech-Start-up hineingesteckt. Seit Anfang des Jahres ist das Start-up profitabel und gehört nach eigenen Angaben damit zu einem der erfolgreichsten Software-Unternehmen in Deutschland: Mit dem nun eingesammelten Geld will die Berliner Firma ihr Produktangebot ausbauen, mobile Werbung besser machen und Themen wie Fraud sowie Datenschutz im Mobile Marketing voranzutreiben.

Auf dem Bildschirm waren auch die Macher der Coffee Bags erfolgreich, die am Dienstag in der Höhle der Löwen gepitcht haben. Vural Öger versprach ein Investment. Daraus wurde aber nichts. Die Verhandlungen nach der Sendung scheiterten – die Bahrs suchen nun weiter nach geeigneten Geldgebern. Im Interview erzählen Beata und Chris Bahr, was ein Investment mit einer Ehe gemein hat und wie es nun für sie weitergeht.