Wie sehen eure Pläne für 2017 aus?

Wir wollen wachsen – aber das profitabel. Der derzeitige Plan sieht vor, dass wir gegen Ende des Jahres auch andere Länder anpeilen werden. Großbritannien war lange Zeit sehr interessant, als zweitgrößter Markt und mit einer Bereitschaft, für Design zu zahlen. Nach dem Brexit müssen wir jetzt noch einmal schauen. Frankreich und die deutschsprachigen Länder stehen sicherlich im Fokus.

Reicht die Finanzierung dafür?

Wir haben den High-Tech-Gründerfonds und einige Business-Angels an Bord, gemeinsam mit meinem Mitgründer Frank Stegert haben wir aber weiterhin die Mehrheit. Im Frühjahr kriegen wir ein Darlehen und einen Zuschuss von der Investitionsbank Berlin. Das sollte reichen, um in Deutschland profitabel zu arbeiten. Wenn wir ins Ausland gehen, könnten wir uns potenziell nach Venture Capital umschauen.

Und was kommt auf der Technologieseite?

Da haben wir schon viel entwickelt, haben noch größere Visionen und Ziele – von der Orderabwicklung bis zur Auswahl der Designer. Noch kriegt man das manuell hin, aber das wird schnell automatisiert werden. Um konkrete Beispiele zu nennen: das Thema Virtuelle Realität ist definitiv einer der nächsten Schritte – gerade im Bereich Raumgestaltung, Design, Architektur ist das Potenzial riesig. Und ja es gibt auch schon einen Prototypen für unsere App.

Verlieren bei zu viel Technologie nicht die Innenarchitekten an Bedeutung?

Wir haben jetzt schon die Daten aus 60.000 bis 70.000 bearbeiteten Konzepten. Da habe ich noch nicht reingeschaut, aber das wird sicher spannend. In Zukunft können wir für Kunden, die nicht bereit sind, 100 Euro für einen Designer auszugeben, vielleicht individuelle Konzepte anbieten, die durch selbstlernende Software erarbeitet wurde. Wenn man in die Masse reingehen will, muss man solche Produkte anbieten. Und wer mehr will, kann immer auf die Innenarchitekten zurückgreifen.