Youtube, Twitter & Co. machen Jugendmagazinen wie der Bravo das Leben schwer. Das Magazin StarsTube versucht, sich dagegen zu wehren und setzt auf das Internet zum Anfassen.

Jugendmagazine tun sich schwer, selbst die „Bravo“ erscheint jetzt nur noch alle zwei Wochen. Ein Grund ist die Konkurrenz durch diverse Internet-Angebote. Stars veröffentlichen Selfies direkt bei Instagram, und auf YouTube sind neue Helden entstanden, deren Videos Teenager millionenfach klicken. Die Wienerin Sarah Egner widmet dem Phänomen nun ein eigenes Magazin. „StarsTube“ heißt das Heft, dass die Grafikerin gemeinsam mit Christopher Pilz aus Eckernförde entwickelt hat. „Internet im Offlinemodus“ nennen sie ihr Magazin konsequenterweise.

Egner ist überzeugt, dass das Konzept aufgeht: ein Printheft über ein Netzmedium zu publizieren. „Viele Fans wollen Dinge zum Anfassen“, sagt Egner, das zeige auch die Resonanz.

Entsprechend setzen sie auf Klassiker wie Poster, Sticker oder Autogrammkarten. „Ein Poster kann man sich auch anschauen, wenn der Computer aus ist“, sagt Egner. Noch wartet sie auf die ersten Verkaufszahlen, um die Auflage und Verteilung besser auszusteuern. „Wenn wir dauerhaft 15.000 bis 20.000 Hefte verkaufen, wäre das gut“, sagt Egner. Derzeit wird die dritte Ausgabe des Monatsmagazins erstellt, nächstes Jahr soll es auch in Österreich verkauft werden. Und auch die „Bravo“ hat inzwischen auf den Trend reagiert, Ende Oktober verkaufte sie erstmals ein neues Sonderheft. Der Name: „TubeStars“.