Ikea ist einer der größten Möbelhersteller der Welt. Immer mehr Gründer machen aus diesem Erfolg ihr eigenes Geschäftsmodell.

Es war vor einer Weile als Rabea Knippscheer und Stefanie Gärtner mal wieder einen kleinen Ausflug unternahmen. Die beiden Kölnerinnen setzten sich ins Auto und fuhren Richtung Norden. Nächste Ausfahrt: Ikea. Kein Freizeittrip – im Gegenteil. Sie sondieren die Lage. Was hat sich geändert beim Schweden? Wurde das Angebot erweitert?

Rabea Knippscheer und Stefanie Gärtner sind die Gründerinnen von Limmaland, einem Start-up, das passgenaue Klebefolien produziert, mit denen man die allseits bekannten Kommoden, Regale und Tische von Ikea in Spielmöbel für Kinder, verwandeln kann: Vom Kaufmannsladen, über das Puppenhaus bis hin zur Kinderküche ist alles dabei.

Deutschland als wichtigster Markt

2014 starteten die beiden in die Selbstständigkeit, nachdem sie ihre festen Stellen als Marketing- bzw Finanzexpertin bei Großkonzernen aufgegeben hatten. „Der Traum von der Selbstständigkeit war schon lange da, dieser Drang etwas Eigenes zu machen“, sagen sie heute. „Mit den ablösbaren Folien hatten wir, die schon immer großes Interesse an den Themen Interior, Do it yourself und Design hatten, auch die richtige Nische gefunden.“ Ohne fremdes Kapital, nur mit der Abfindung, die sie beim Verlassen ihrer Arbeitgeber bekommen hatten, starteten die beiden ihr Unternehmen.

Ein großer Schritt, der sich gelohnt hat: Mit ihrer Idee scheinen die beiden den Zeitgeist getroffen zu haben. Anfragen bekommen die Gründerinnen nicht nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch aus Australien und den USA – und sogar aus dem IKEA-Heimatland Schweden. „Deutschland ist und bleibt allerdings der wichtigste Markt für uns, schließlich setzt auch Ikea hierzulande das meiste Geld um.“