Crowdfunding verhilft vielen Start-ups zu Geld. Doch welche Branchen fördern Investoren besonders? Eine Studie zu Kickstarter-Kampagnen zeigt es. 

Wer aus der Crowd hinaus Geld für ein Projekt gibt, bekommt auch etwas zurück – meistens zumindest. Das motiviert jährlich Tausende dazu, in Crowdfunding-Projekte zu investieren. Weltweit stecken Privatpersonen und Investoren jährlich bis zu 3,3 Milliarden Dollar in Ideen, vor allem in den USA. In Deutschland ist die Crowdfunding-Plattform erst seit Mitte Mai auf dem Markt. „Wenn man eine Kampagne auf Kickstarter gemacht hat, ist das eine Art zusätzliche Qualifikation“, sagte Dennis Schenkel, Gründer von CrowdXperts und Vorstandsmitglied des Crowdsourcing-Verbands im Mai. Außerdem agiert Kickstarter globaler als deutsche Plattformen: Start-ups aus aller Welt können dort für ihre Projekte Geld sammeln – sofern Kickstarter in ihrem Land aktiv ist oder sie sich mit einem Partner aus Ländern wie den USA zusammentun.

Ein Wissenschaftlerteam der Universität Mailand hat nun mehr als 112.000 Kampagnen der Plattform Kickstarter untersucht. Die Studie stellt fest, dass sich gerade der Anteil der Tech-Projekte zwischen 2009 und 2014 verdoppelt hat – mit Investitionen von insgesamt 139.8 Millionen Euro. Außerdem hat diese Sparte mit mehr als 86.000 US- Dollar pro Projekt das durchschnittlich höchste Budget. Danach folgen Projekte, die im weitesten Sinne mit Journalismus [51.382 Dollar] zu tun haben, sich mit Essen [46.523 Dollar] beschäftigen oder Comics [45.301 Dollar] zum Thema haben. Gleichzeitig sind die Tech-Projekte aber auch diejenigen, die die geringste Erfolgsrate haben: Während grundsätzlich mehr als die Hälfte der Projekte auf Kickstarter erfolgreich finanziert wird, sind es im Tech-Bereich lediglich 38 Prozent.