Das Start-up sucht sich strategische Investoren für den nächsten Wachstumsschritt. Die glauben an das Angebot der Hamburger.

Der richtige Inhalt am richtigen Ort: Daran arbeitet das Hamburger Start-up Wingu, das zudem noch einen Sitz im polnischen Krakau hat. Die Plattform will dafür sorgen, dass Nutzern unterschiedliche Funktionen bereitgestellt werden – abhängig davon, wo sie sich gerade befinden. Signale, die via Beacon, Nearfield-Communication (NFC) oder RFID-Chips kommen, sorgen für den Auslöser. Als „Proximity-Plattform“ bezeichnet sich Wingu daher selbst.

Mit einer neuen Finanzierung will das vor knapp zwei Jahren gestartete Wingu jetzt auch neue Zielgruppen für seine Lösung gewinnen: „Wir sind bei der Investorensuche bewusst an Wegbereiter der Industrie 4.0 herangetreten, weil wir uns hier stärker fokussieren und engagieren wollen”, sagt Gründer Michael Wolf. Bislang nutzen nach eigenen Angaben etwa Firmen wie Canon, Vattenfall oder Tui Robinson die Dienste des Start-ups.

Das Geld – laut Pressemitteilung eine Summe in „unterer siebenstelliger Höhe“ – stammt von zwei Investoren. Zum einen beteiligt sich eine Gruppe um industrieerfahrenen Business Angels an Wingu, unter ihnen der Gründer der Digitalagentur SinnerSchrader, Oliver Sinner. Er ist vom Mehrwert des Start-ups überzeugt: „Das Aussteuern von ortsrelevanten Informationen ist in vielen Bereichen längst wesentliche Anforderung an die Digitalisierung und sollte daher nicht kompliziert sein.“

Daneben fließt Geld von einem regionalen Geldgeber: Der Innovationsstarter Fonds Hamburg beteiligt sich ebenfalls an der Finanzierung. Nach eigenen Angaben hält der Hamburger Fonds aktuell 25 Beteiligungen und hat insgesamt 60 Start-ups gefördert. „Industrie 4.0 und die digitale Transformation sind die wichtigsten Themen für die Wirtschaft der Zukunft. Wir brauchen Gründer und Startups mit klugen Ideen“, kommentiert der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch.