Statt Geld bekommt die Rocket-Internet-Ausgründung Wimdu Werbeplätze von Mediaset. Das passt gut in die Marketingstrategie des Airbnb-Konkurrenten.

Mit Berlusconis Medienfirma zur Expansion: Die Airbnb-Kopie Wimdu hat eine Kooperation mit dem italienischen Konzern Mediaset geschlossen. Mit der Zusammenarbeit will die Rocket-Internet-Ausgründung ihre Bekanntheit in Spanien und Italien ausbauen. Der Deal soll mehrere Millionen Euro wert sein.

„Mithilfe dieser Partnerschaft wird es uns gelingen, in kurzer Zeit den europäischen Markt zu erobern“, sagte Geschäftsführer Arne Kahlke einer Mitteilung zufolge. Von dem sogenannten „Media for Equity“-Deal verspricht sich Wimdu, „seine TV-Präsenz in Europa entscheidend“ zu stärken, heißt es in dem Pressetext. Schon zu Beginn des Jahres habe man in mehreren europäischen Ländern eine „umfangreiche TV- und Plakatkampagne“ gestartet.

Mediaset gehört dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Das Unternehmen ist unter anderem in Spanien und Italien aktiv. Bei einem „Media for Equity“-Deal zahlt ein Investor nicht direkt Geld an ein Start-up, sondern stellt stattdessen beispielsweise Werbemittel – in diesem Fall wohl TV-Werbezeiten – zur Verfügung.

Wimdu vermittelt, ebenso wie das Vorbild Airbnb, private Unterkünfte für Übernachtungen. Nach eigenen Angaben kommt der Berliner Klon auf 300.000 Wohnungen in mehr als 150 Ländern. Zum Vergleich: Das US-Vorbild kommt auf rund eine Million Inserate weltweit in rund 190 Städten.