Die Digitalisierung bietet Frauen besondere Chancen. Unsere Kolumnistin erklärt, warum und wie Frauen die neuen Möglichkeiten optimal für sich nutzen.

Mittwoch ist Kolumnentag bei WirtschaftsWoche Gründer: Heute schreibt wieder Tijen Onaran. Sie ist Gründerin von startup affairs, einer PR und Public Affairs Beratung für Start-ups, Venture Capitals und Unternehmen. Mit Women in Digital e.V. vernetzt Onaran Entscheiderinnen der Digitalbranche und macht diese sichtbar.  Vor der Gründung von startup affairs war sie als Leiterin Kommunikation beim Onlinehandelsverband Händlerbund und in unterschiedlichen Funktionen für Bundestags-, Europaabgeordnete sowie das Bundespräsidialamt tätig.

Vor ein paar Wochen auf dem Auftaktevent von Women in Digital e.V. haben wir mit 120 Frauen aus der Digitalbranche über das Thema „Wie Frauen die Digitalisierung prägen“ gesprochen. Mir wurde dabei eines klar: Frauen reden nicht nur über Digitalisierung, sie gestalten und prägen sie nachhaltig, und vor allem: sie machen Karriere über sie. Unabhängig davon, ob als Gründerin eines Start-ups oder als Entscheiderin im Konzern.

Die Panel-Teilnehmerin Andrea Fischer zum Beispiel hat vor ihrer Position als Managing Director von Roomido, einer Living-Community, in unterschiedlichen Bereichen von Gruner + Jahr Digital Products ihre Expertise ausbauen und stärken können. Mit dieser Expertise startete sie auch vor Roomido, das Inhouse Start-up Tambini.de, eine Online-Plattform rund um Kindergeburtstage. Oder Kerstin Weng, Chefredakteurin der InStyle und von InStyle.de, die aus ihrer vorhergehenden Funktion als Stylight Chefredakteurin Expertise in der Kombination aus Journalismus- und E-Commerce mitbringt.

Digital Skills als Investment in die Zukunft

Digitales Know-How ist heute eine Schlüsselqualifikation und öffnet die Tür zu spannenden Jobs, Aufstiegsmöglichkeiten und einer Vielzahl von neuen Geschäftsfeldern. Es gibt ständig etwas Neues zu lernen und gleichzeitig zu entdecken. Die aktuelle Studie von Accenture mit dem Titel „Getting to Equal: How Digital is Helping Close the Gender Gap at Work“ zeigt sogar, dass insbesondere Frauen davon profitieren, wenn sie eine hohe „digital Fluency“, sprich digitale Kompetenz haben. Die Digitalisierung mache flexibel, sie ermögliche nicht nur flexibleres Arbeiten, sondern biete auch die Möglichkeit völlig neue Berufsfelder zu erschließen, so ein Ergebnis der Studie.