Die Idee startete als Hobbyprojekt, mittlerweile kann das Unternehmen 50.000 Downloads verbuchen. Bis jetzt wurde das Start-up durch Agenturaufträge finanziert, bald soll es sich selbst tragen können. Ein weiterer Plan: Die App soll nicht nur von Studierenden genutzt werden, sondern auch von Familien. „Generell sollte Flatastic in jedem Haushalt existieren, das ist unsere große Vision“, sagt El Bay. Die Konkurrenz auf dem Markt ist übersichtlich, es gibt einige Nebenbuhler aus den Staaten. Dennoch sind die drei Gründer optimistisch, dass sich ihr Unternehmen durchsetzen wird.

Generell habe man gute Chancen auf Erfolg, wenn man das Projekt geschickt umsetze, sagt Eva Lutz, Inhaberin der Riesner-Stiftungsprofessur für Entrepreneurship und Leiterin des CEDUS (Center for Entrepreneurship Düsseldorf). „Große Konkurrenz gibt es auf dem Markt der Studierendenhilfsmittel nicht unbedingt. Dafür ist er aber auch sehr spannend. Schließlich sind Studierende genau die Personen, die täglich mit Apps arbeiten.“ Dass der Alltag oft mit Hilfe von zusätzlichen Apps gemeistert wird, zeigt eine Studie der Online-Plattform Statista. Nach deren Angaben benutzen rund 75 Prozent der Smartphonenutzer in Deutschland sogenannte zusätzliche Apps, also Anwendungen neben der typischen Software wie Soziale Netzwerke und E-Mail-Accounts.

Auch Tim Reichel, Fachstudienberater an der RWTH Aachen, hat während seiner Arbeit eine Lücke entdeckt und diese mit seiner Geschäftsidee gefüllt. Mit „Studienscheiss“ bietet Reichel eine Anlaufstelle für Studierende mit rechtlichen Problemen. Er verspricht, dass sein Angebot im Gegensatz zum üblichen Weg nicht langweilig, kompliziert und teuer sein soll. „Dabei gibt es drei Eskalationsstufen. Unsere erste Stufe ist die Selbsthilfe: Auf meiner Website verfasse ich nützliche Artikel, aus denen Studenten einiges mitnehmen können. Als zweites bieten wir vorgefertigte Formulare an, die in typischen Konflikten mit der Prüfungsordnung verwendet werden können. Wenn es hart auf hart kommt, bieten wir in der dritten Stufe eine Anwaltsvermittlung an“, sagt der Geschäftsführer.