Die Juroren bei der „Höhle der Löwen“ haben das Start-up Sixtyone Minutes am Dienstag zerrissen. Die Kunden scheint das nicht zu stören.

„Das Konzept ist verrückt und dumm” und „Das Geld wird verbrennen”, kritisierten die Juroren von „Der Höhle der Löwen“ am Dienstag das Konzept von Sixtyone Minutes. Eine harte Kritik, die den Gründern Monique Hoell und Michael Gnamm aber offenbar nicht geschadet hat. Das zeigen Zahlen, die das Start-up am Freitag veröffentlichen wird.

13.000 neue Anmeldungen konnte das Unternehmen seit der Ausstrahlung am Dienstag verbuchen – und unzählige neue Anfragen, die noch nicht bearbeitet werden konnten. Gründer Gnamm lobt vor allem sein Team: „Ich habe größten Respekt vor dieser unglaublichen Energieleistung. Was mich auch begeistert, sind die Anfragen von Unternehmen, die den Service für ihre Kunden nutzen möchten.“ Das Team in Stuttgart und Berlin wurde personell aufgestockt.

Mietwagen, Reisen und Blumen nach der Ausstrahlung gefragt

Das Start-up wurde 2014 gegründet und bietet einen virtuellen Assistenten: Über eine App oder per SMS schicken die User ihre Wünsche an das Unternehmen, das die Anfrage bearbeitet, ein Angebot schickt und schließlich die Recherche beziehungsweise die Reservierung für den Auftraggeber übernimmt.

Die ersten 30 Tage sind kostenlos, danach kosten die Anwendungen zehn Euro im Monat. Nach Angaben von Sixtyone Minutes haben 27 Prozent aller Anfragen mit Flügen oder Mietautos zu tun, 16 Prozent mit Lebensmitteln oder Geschenken und 14 Prozent mit Haushaltshilfen und Kinderbetreuung. Nach der Ausstrahlung haben vor allem die Anfragen zu Mietwagen, Reisen und Blumen zugenommen.

Inzwischen hat Sixtyone Minutes eine ganze Reihe Konkurrenten: MyWichtel, Alfredoo, James, Bitte und vor allem GoButler. Das Start-up, das von ehemaligen Rocket-Internet-Managern aufgebaut wurde, kann mit Pro-Sieben-Moderator Joko Winterscheidt und US-Schauspieler Ashton Kutcher gleich zwei prominente Unterstützer aufweisen und attackiert sogar den US-Anbieter Magic.