Das Start-up hilft Firmen, verschiedene Nachrichtendienste für das Marketing zu nutzen. Jetzt erhält das junge Unternehmen fünf Millionen Euro.

Ob WhatsApp, Instagram oder Facebook-Messenger: Unternehmen wollen zunehmend auch in diesen Kanälen mit ihren Kunden kommunizieren – als zusätzlicher Weg für den Kundendienst oder den Vertrieb. Mehr als 800 Kunden hilft das Münchener Start-up WhatsBroadcast mit der passenden Software dabei, die Messenger-Dienste zu nutzen. Jetzt erhält die Firma mit derzeit 30 Mitarbeitern eine Anschubfinanzierung in Höhe von fünf Millionen Euro.

Das Geld kommt von zahlreichen verschiedenen Geldgebern: Nach Angaben von WhatsBroadcast gehören dazu der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Müller Medien, Media+More Venture, Wessel Management und andere Investoren. „Der Messenger-Bereich steht noch ganz am Anfang und hat das Potenzial, in den nächsten Jahren zu einem mehrstelligen Milliardenmarkt zu werden“, sagt HTGF-Investment-Managerin Tanja Emmerling.

Aktuell kommt noch der größte Teil der WhatsBroadcast-Kunden aus dem deutschsprachigen Raum – nach eigenen Angaben gehören unter anderen die Deutsche Bahn NRW, Wetter Online und das Satireportal „Der Postillion“ zu den Kunden. Die Finanzierung soll jetzt unter anderem dabei helfen, das internationale Geschäft auszubauen. Zudem wolle man besonders in die Entwicklung von Chatbots investieren, sagt Franz Buchenberger, Geschäftsführer und Mitgründer von WhatsBroadcast.

Auch andere Start-ups, die sich auf die einfachere und automatisierte Abwicklung von Kommunikation spezialisieren, arbeiten auch von Deutschland aus. Zuletzt konnte E-Bo7, ebenfalls in München beheimatet, eine hohe sechsstellige Summe einsammeln. Das Berliner Team von Spectrm erhielt vor einem Jahr 1,5 Millionen US-Dollar.