Keep-it-rolling-Tipp 1: Bürogemeinschaft oder Vertretungskollegen. Rechtsanwälte, Ärzte, Journalisten und ähnliche Freiberufler können mit Bürogemeinschaften oder Coworking-Spaces, für Vertretung im Krankheitsfall sorgen. Alternativ lassen sich mit Kollegen in der Nähe Vertretungsverträge abschließen. Steuerberater müssen sogar ab einem Monat Abwesenheit einen Vertreter bestellen.

Keep-it-rolling-Tipp 2: Büroservice. Damit Kundenanfragen nicht ins Leere laufen und Briefkasten und Mailbox vorm Überquellen gerettet werden, können kranke Unternehmer Sekretariatsarbeiten an externe Dienstleister auslagern. Solche Büroservice-Anbieter nehmen Anrufe entgegen und senden bei Wunsch auch E-Mails oder kümmern sich um sonstige Büroaufgaben wie Kopieren und Bankgeschäfte.

Keep-it-rolling-Tipp 3: Interimsmanager. Für anspruchsvolle Führungsaufgaben können Start-ups auf Interimsmanager zurückgreifen. Die Übergangs-Manager sind bei Unternehmens-Umstrukturierungen und Projekten gefragt. Ihre klassische Aufgabe ist allerdings, Vakanzen zu überbrücken, sprich bei Ausfällen aufgrund von Krankheit oder Elternzeit einzuspringen. Gut 15.000 der Aushilfe-Manager gibt es laut dem Branchenverband Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) aktuell in Deutschland. Der Tagessatz liegt bei durchschnittlich 1.000 Euro.

Nicht für „One-Man-Shows“ geeignet

Die Interimsmanager sind schnell verfügbar. „Meist können wir dem Kunden innerhalb von 48 Stunden mehrere passende und verfügbare Kandidaten aus unserem Manager Pool vorstellen“, sagt Thorsten Becker, Geschäftsführer der Management Angels GmbH, die auf die Vermittlung von Interimsmanagern spezialisiert ist.

Auch für noch so spezielle Aufgaben lassen sich Übergangsmanager finden. „Ein Lebensmittelhersteller wollte wegen Krankheit eines Mitarbeiters einen Interimsmanager, der schon mindestens viermal mit Aldi und Lidl über Schokoriegel gesprochen hatte“, erzählt Stephan Aschenbrenner, Geschäftsführer der Vermittlung Executives Online. Auch diesen Interimsmanager habe man gefunden. Generalisten seien ebenfalls möglich. Allerdings bieten sich Interimsmanager laut Aschenbrenner nur für Unternehmen mit einer gewissen Struktur an, nicht für „One-Man-Shows“ wie es Freiberufler und Solo-Gründer sind.