Einkommenstipp 1: Krankentagegeld. Selbständige, die gesetzlich versichert sind, bekommen wie Arbeitnehmer automatisch Krankentagegeld. Zumindest, wenn sie sich bei Kasseneintritt dafür entschieden haben und eine höhere Prämie bezahlen. Allerdings gibt es das Geld erst ab dem 43. Tag – vorausgesetzt man hat sich rechtzeitig krankgemeldet. Privatversicherte und gesetzlich Versicherte, die schon vorher ein Überbrückungseinkommen erhalten möchten, können eine private Krankentagegeld-Versicherung abschließen.

Einkommenstipp 2: Auf die Tagegeld-Höhe achten. Wichtig beim Krankentagegeld ist – so selbstverständlich es klingt – die Höhe. In der Solcom-Befragung verfügte zwar gut jeder zweite Freiberufler über eine private Krankengeld-Versicherung, aber sie lag fast ausnahmslos bei maximal 250 Euro pro Tag. Dabei hatte fast jeder Befragte den persönlichen Verdienstausfall bei über 250 Euro pro Krankheitstag beziffert.

Zum Teil ist die Diskrepanz den Versicherern geschuldet: „Einige Versicherer begrenzen das maximal versicherbare Tagegeld auf 80 Prozent des Einkommens“, erläutert Peter Höffner, Inhaber der Finanzberatung Nunc. Allerdings nicht alle. Daher sei der Vergleich wichtig. „Zudem müssen Selbstständige darauf achten, die Tagegeld-Höhe immer dem aktuellen Einkommen anzupassen“, sagt Höffner. Da Existenzgründer noch keinen Einkommensnachweis haben, erhielten sie zunächst höchstens 50 Euro bis 80 Euro täglich. Die spätere Erhöhung sei mit Einkommensnachweis möglich, aber viele Selbständige würden die Anpassung vergessen.

Einkommenstipp 3: Honorar richtig kalkulieren. Alternativ oder zusätzlich zum Krankengeld sind Selbstständige wohlberaten, selbst etwas Geld zur Seite zu legen. Freiberufler sollten dafür die Tages- und Stundensätze so hoch kalkulieren, dass sie sich auch Ausfalltage leisten können.

Büroservice, Interimsmanager und Coworking

Mit dem persönlichen Unterhalt alleine ist es oft nicht getan. Vielen Selbstständigen bereitet Sorgen, dass das Unternehmen bei Krankheit nicht weiterläuft. Wer nimmt Kundenanfragen entgegen und vollendet angefangene Projekte? Wer kümmert sich um die Mitarbeiter? Wer nimmt wichtige vereinbarte Termine wahr? Doch auch für diese Probleme gibt es Lösungen.