Grippe – und nun? Viele Selbstständige überlasten sich, weil sie auch krank weiterarbeiten. Was Gründer machen können, wenn sie ausfallen.

Zweieinhalb Wochen – so lange war der durchschnittliche Arbeitnehmer im vergangenen Jahr laut den Betriebskrankenkassen krankgeschrieben. Die meisten Freiberufler hingegen haben weniger als sechs Tage ihren Arbeitsplatz gegen das Krankenbett getauscht; mehr als jeder Dritte ist überhaupt nicht krankheitsbedingt ausgefallen, so eine Umfrage der Unternehmensberatung Solcom.

Als Angestellter holt man sich bei heftiger Erkältung, Rückenschmerzen, psychischen Beschwerden oder Gipsbein einen gelben Schein vom Arzt und kuriert sich zu Hause aus. Aber als Selbstständiger? Für Selbstständige bedeutet Krankheit häufig, dass der Betrieb nicht weiter läuft und das Einkommen ausbleibt.

Daher arbeitet fast jeder Freiberufler bei leichten Beschwerden weiter, jeder zweite ackert auch noch bei stärkeren Problemen und jeder zwanzigste malocht bei Krankheit sogar bis zum Umfallen, so die Solcom-Umfrage. Vom Trend zur Selbstachtsamkeit scheint wenig zu sehen. Seit 2011 hat die Anzahl der auch bei Krankheit arbeitenden Freiberufler stattdessen zugenommen. Dabei gibt es Auswege aus der Arbeiten-trotz-Krankheit-Falle.

Krankentagegeld und Puffer-Tagessätze

Viele Selbständige empfinden Krankheit als eine der größten Bedrohungen für ihre betriebliche Existenz. Das hat die Generali Versicherung in einer Umfrage herausgefunden. Dass die Generali eine Umfrage zum Thema gemacht hat, ist nicht verwunderlich. Denn Versicherungen sind eine wichtige Strategie gegen die Angst vor Krankheit.