Telefónica hatte das Förderprogramm enger auf die Ziele des Konzerns ausgerichtet. Jetzt beginnt die Zusammenarbeit mit fünf Start-ups.

Externe Start-ups für interne Verbesserungen: Mit der Aufnahme von fünf Start-ups beginnt nun das neue Kapitel von Wayra Deutschland, der Beteiligungseinheit des Telekom-Konkurrenten Telefónica. Man habe „interessante Gründerteams gefunden, deren Kerntechnologien zu den aktuellen Entwicklungsbedürfnissen“ bei Telefónica passen, sagte Katrin Bacic, die den Austausch koordiniert.

Der Telekommunikationskonzern Telefónica hatte im vergangenen Jahr die deutliche Neuausrichtung seines Start-up-Programms angekündigt: Junge Unternehmen müssen sich nun zuerst in einer viermonatigen Projektphase mit dem Konzern beweisen, dann wird über eine mögliche gemeinsame Zukunft verhandelt. Das solle die Enttäuschung auf beiden Seiten verringern, hatte Wayra-Chef Lindener im November gesagt.

Jetzt steht der wirtschaftliche Nutzen im Fokus: Die Start-ups sollen entweder dem Konzern selbst helfen oder als mögliche Ergänzung für die Privat- oder Geschäftskunden dienen. Inhaltlich liegt der der Fokus dabei auf den Themen Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und dem Internet der Dinge.

Für die erste Auflage des neuen Programms wurden fünf Start-ups ausgewählt. Drei davon stammen aus München, wo auch Telefónica und Wayra Deutschland ihren Sitz haben: Accurate entwickelt Software, die simuliert, wie sich Menschenmassen in Gebäuden und Geländen bewegen. Innospot setzt auf Künstliche Intelligenz, um Firmen bei der Auswahl der richtigen Start-up-Partner zu helfen. Qolware ist im Bereich Digital Health unterwegs und baut eine App, um Erkrankte und deren Angehörige zu unterstützen.

Dazu kommt noch das Londoner Team um Neebo, deren Bodytracker die Vitalwerte von Neugeborenen überwacht. Die Runde komplettiert wird vom Berliner Start-up Stackfuel: Die bieten ein virtuelles Trainingssystem an, das Firmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter helfen soll.