Evopark will das Parken revolutionieren, im März 2015 war das Unternehmen Start-up der Woche. Wie hat es sich seitdem entwickelt?

Von Benedikt Wurdack

Das Kölner Start-up Evopark bietet eine Parkkarte an, mit der Kartenziehen und Kassenautomaten im Parkhaus der Vergangenheit angehören sollen. Ein in der Karte integrierter Chip öffnet die Schranke per Funk, die Abrechnung der Kosten erfolgt am Ende des Monats. Mit der zugehörigen App lässt sich direkt sehen, in welchen Parkhäusern noch Plätze frei sind – damit geht die Parkplatzsuche schneller.

Mittlerweile gibt es Evopark in 17 deutschen Städten. Mit den neuen Standorten gingen nach Angaben des Unternehmens ein Verfünffachen der Nutzerzahlen und eine Verzehnfachung des Umsatzes einher. Das Team ist von 6 auf 16 Mitarbeiter gewachsen.

Bevor ein Parkhaus teilnehmen kann, muss es auf die kontaktlose Kommunikation zwischen Chip und Schranke umgerüstet werden. Das läuft nicht immer reibungslos: Technische Schwierigkeiten forderten die IT-Abteilung heraus und gefährdeten die geplanten Termine zur Teilnahme neuer Parkhäuser. „Das war zeitintensiver als gedacht“, sagt Pressesprecherin Nora Flohr. In Kooperation mit einem Schrankenhersteller fand man letztlich eine Lösung. Für die Ausweitung des Angebots war jedoch nicht nur Technik nötig, geeignete Mitarbeiter und Investoren waren auch eine wichtige Voraussetzung.

Während des vergangenen Jahres hat evopark neue Partner gewonnen: AXA, Porsche, Audi und weitere Parkhausbetreiber. Porsche ist nicht nur als Partner, sondern auch als Investor mit einer siebenstelligen Summe eingestiegen. In Zukunft soll das Netzwerk weiter ausgebaut werden. Eine Expansion jenseits der deutschen Grenzen steht im Raum, in Kooperation mit Porsche möchte man das Angebot um „weitere Mobilitätsservices“ erweitern.

Die wichtigste Erkenntnis aus dem vergangenen Jahr? „Wir haben gelernt, dass alles möglich ist“, sagt Flohr, „wenn man das richtige Team, etablierte Partner und starke Investoren hinter sich hat.“