Denn dort wurde bereits vereinbart, die Finanzierung von Start-ups zu verbessern und Deutschland als Investitionsstandort für Wagniskapital international attraktiv machen. Doch das versprochene eigene Venture-Capital-Gesetz ist noch nicht in Sicht.

„Die konkreten Vorschläge sind leider viel zu mutlos und greifen zu kurz“, kritisiert daher auch Veltkamp. Die Förderung des Wagniskapitalmarkts dürfe sich nicht auf die Erweiterung und Flankierung staatlicher Förderprogramme beschränken, sondern müsse die Rahmenbedingungen für die Freisetzung privaten Wagniskapitals nachhaltig verbessern.

Hoffnungsvoll stimme den Bitkom dabei zumindest, dass das Eckpunktepapier von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesfinanzministerium gemeinsam getragen werde, nachdem Wirtschafts- und Finanzpolitiker in der Vergangenheit zu oft gegeneinander gearbeitet hätten.

Doch ob und wie die Finanzierungsbedingungen tatsächlich verbessert werden bleibt auch für den Bundesverband Deutsche Startups nach Vorlage des Eckpunktepapiers weiter abzuwarten: „Unter dem Strich steht primär die Aussage, dass man die Rahmenbedingungen nicht verschlechtert“

Und so kommen sogar auch aus den beteiligten Parteien mahnende Stimmen: Das Eckpunktepapier reiche noch nicht aus, erklärt die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU. Und auch SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil mosert: “Das ist ein erster Schritt, aber noch kein großer Wurf”.