Die Investitionen in europäische Start-ups sind um mehr als ein Drittel gesunken. Und auch die Aussichten sind durch den Brexit derzeit nicht sehr positiv.  

Im zweiten Quartal sind die Wagniskapital-Investitionen in Europa um mehr als ein Drittel eingebrochen. Laut Zahlen der US-Analysten von Pitchbook sanken die Investitionen von 4,3 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2015 auf 2,8 Milliarden Dollar.

Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung Großbritanniens und insbesondere die Folgen des Brexit für den Start-up-, und Fintech-Standort London dürften die Situation in diesem Quartal kaum bessern.

Allerdings spielten die Sorgen vor dem Brexit beim Rückgang offenbar nur eine untergeordnete Rolle: Denn auf Großbritannien entfiel mit 994 Millionen Dollar der Großteil der Venture-Capital-Investitionen in Europa. Der Geldfluss auf der Insel ging nur um fünf Prozent zurück.

Weltweit nahm das Volumen der Investitionen erneut zu: Pitchbook verzeichnete einen Anstieg um 20 Prozent auf 40 Milliarden Dollar. Das Wachstum war allerdings durch einzelne große Beteiligungen getrieben, so wie die 3,5 Milliarden für Uber aus Saudi Arabien oder Apples Investition in den chinesischen Konkurrenten Didi Chuxing für 4,5 Milliarden Dollar.