Das Karrierenetzwerk aus Rheinland-Pfalz wird Teil von Mark Zuckerbergs Projekt für einen kostenlosen Internetzugang in Entwicklungsländern.

Von Rheinland-Pfalz hinaus in die Welt heißt es ab sofort für das Neuwieder Start-up Vutuv. Wie Gründerszene meldet, wurde das junge Unternehmen, das mit seiner sozialen Plattform für Geschäftskontakte etablierten Karrierenetzwerken wie Xing- und LinkedIn Konkurrenz machen will, mit seiner Webseite in Mark Zuckerbergs Initiative Internet.org aufgenommen worden – als erstes deutsche überhaupt.

Der Facebook-Gründer will mit diesem Projekt Menschen in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Entwicklungsländern kostenlosen Internetzugang bereitstellen. Dazu braucht es auf mobile Nutzung angelegte Seiten wie Vutuv, die mit einer hohen Ladegeschwindigkeit aufwarten können, da Menschen in Entwicklungsländern häufig nur auf schlechte und teure Internetverbindungen zurückgreifen können. Die Vutuv-Entwickler aus Deutschland, Dänemark, den USA und Zimbawe verzichteten für ihre Webseite bewusst auf JavaScript wodurch die Seite schneller lädt und die Kosten der Teilhabe gesenkt werden.

Auf der Suche nach Investoren

Das von Stefan Wintermeyer gegründet Start-up hat eigenen Angaben zufolge derzeit 100.000 angemeldete User – vor allem in Österreich und der Schweiz – und will sich ausschließlich durch Werbeanzeigen finanzieren. Nutzerdaten sollen nicht gespeichert werden. Das Start-up sucht aktuell nach Investorenkapital, es ist bisher noch eigenfinanziert. Das Kapital, so Wintermeyer gegenüber Gründerszene, soll in ein dezentrales Servernetzwerk fließen, um die Ladegeschwindigkeit in den Entwicklungsländern weiter zu steigern.