Die Gründer von Goodz wollen nicht nur Geld verdienen, sondern auch gutes tun für Umwelt und Gesellschaft. Sie fordern etablierte Marken mit nachhaltigen Produkten heraus.

Nach 20 Jahren bei Sony wollte Jeffry van Ede (Mitte) neu starten und kündigte 2011 seinen Job als Deutschland-Chef. Der 48-Jährige fragte sich: Wie kann ich mit einem Unternehmen Geld verdienen und gleichzeitig der Umwelt und der Gesellschaft helfen? Die Antwort lautet: Goodz. Seit drei Monaten ist das Startup online. In dem Portal können Kunden Produkte kaufen, die gut aussehen, qualitativ hochwertig sind und nachhaltig produziert wurden.

Die drei Gründer Thomas Preiss, van Ede und Florian Lanzer (von links) wollen Nachhaltigkeit „aus der Ökoecke herausholen“ und die etablierten Marken herausfordern. „Es ist ja ganz nett, wenn Adidas einen nachhaltigen Schuh produziert“, sagt van Ede, „aber wir wollen kleinere Unternehmen unterstützen, die Nachhaltigkeit in ihre DNA aufgenommen haben.“

Das Sortiment ist vielseitig: Neben Schals made in Germany und Biotees bietet Goodz Armbanduhren aus wiederverwertetem Holz und handgefertigte Fahrräder aus einer Sozialwerkstatt an. Neuerdings sogar eine Prepaid-Karte für Elektroautos. Mit ihr können die Fahrer an allen Ladestationen in Deutschland bezahlen. Zur weiteren Finanzierung sammelt van Ede jetzt Geld auf der Crowd- funding-Plattform Seedmatch. Vergangene Woche erreichte er den Mindestwert von 50.000 Euro, bis Mitte April peilt er 200.000 Euro an.