Das Berliner Start-up schließt innerhalb eines Jahres die zweite Finanzierungsrunde ab. Neue private Investoren wollen mit anpacken.

Das im Februar 2014 gegründete Start-up Volders verkündet den Abschluss einer Finanzierungsrunde über zwei Millionen Euro. Erst im vergangenen Dezember hatte das junge Unternehmen 1,7 Millionen Euro eingesammelt. Die Investoren blieben Volders treu: Die Beteiligungsgesellschaft Mountain Partners sowie die staatliche Förderbank KfW beteiligen sich nach Angaben des Start-ups erneut mit einer sechsstelligen Summe.

Weitere Mittel kommen von nicht genannten privaten Vermögensverwaltungen, sogenannten Family Offices. Die sollen das Start-up zukünftig auch in operativen und strategischen Entscheidungen unterstützen. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an Volders und der deutlich überzeichneten Finanzierungsrunde“, sagt Gründer Jan Hendrik Ansink.

Das Start-up positioniert sich als Helfer für Verbraucher, um den Überblick über Verträge und Kündigungsfristen zu behalten. Geld verdient das Unternehmen dabei über Provisionen von Unternehmen, die sich etwa als Alternative zum bisherigen Handy- oder Stromvertrag positionieren. Das neue Geld solle dabei helfen, noch stärker individuelle Tarifvergleiche zu ermöglichen und sich so zum „persönlichen Vertragsassistenten“ entwickeln, sagt Ansink.

Starkes Nutzerwachstum

Nach eigenen Angaben legt das Start-up seit Jahresbeginn stark zu – die Zahl der Kunden sei um 50 Prozent auf über 550.000 Nutzer gestiegen, die Umsätze stark gewachsen. 20 Mitarbeiter sind im Moment für das Unternehmen tätig, die neue Finanzierung soll auch hier bei der Expansion helfen: „Zusätzlich soll das Management und Team sinnvoll ergänzt werden, um noch mehr Fahrt aufnehmen zu können.“

Volders hatte im Jahr nach seiner Gründung den Sprung ins Finale des Neumacher-Gründerwettbewerbs der WirtschaftsWoche geschafft. Gestartet waren die Berliner unter dem Markennamen „Vertragslotse.de“, warfen das Kapitänslogo jedoch dann rasch über Bord.