Das Berliner Start-up erinnert an Kündigungsfristen und schlägt alternative Anbieter etwa für Strom, Versicherungen und Mobilfunk vor.

Ein neues Smartphone bei der Verlängerung des Mobilfunkvertrags, einen günstigeren Stromtarif, die passendste Versicherung: Das Berliner Start-up Volders verspricht, Verträge aller Art im Kundensinn zu verwalten und zu optimieren. Nach eigenen Angaben des Unternehmens nutzen bereits 800.000 Kunden den Service, der zunächst unter dem Namen „Vertragslotse“ gestartet war.

Auch Investoren finden an dem Start-up, das über Provisionen Geld verdient, zunehmend Gefallen. Nachdem Volders bereits im September eine Kapitalspritze von zwei Millionen Euro erhalten hat, meldet Gründer und CEO Jan Ansink nun zwei  neue Geldgeber im Rahmen der Series-A-Finanzierungsrunde. Demnach ergänzen den Kreis der Gesellschafter nun das Family Office Reimann und der Investor Andreas Bremke.

Die Summe von fünf Millionen Euro wolle man  nutzen, um den Service auszubauen. So sollen 15 neue Kundenberater eingestellt werden, die Nutzer individuell beraten. „Volders erfüllt ein großes Kundenbedürfnis nach Vereinfachung und Transparenz bei Vertragsangelegenheiten und verspricht daher ein großes Wachstumspotenzial“, wird Noel Zeh von Reimann Investors in der Mitteilung des Start-ups zitiert.

Vorstoß in den Versicherungsmarkt

Anfangs des Jahres haben die Berliner Volders Versicherungsvermittlung gegründet. Das Tochterunternehmen habe eine Maklerlizenz erhalten und werde sich auf die Vermittlung von Versicherungen spezialisieren, so das Start-up. Geleitet werde das Team von Karoline Rum, die zuvor für die Personalmanagement-Software HeavenHR tätig war.

Zu den direkten Wettbewerbern von Volders gehört Aboalarm. Das Münchener Start-up war kürzlich vom Vergleichsportal Verivox, das seinerseits zu Pro Sieben Sat 1 gehört, übernommen worden. Preisvergleichsportale bieten teilweise auch  automatische Vertragswechsel an. Im Versicherungsbereich tritt Volders außerdem zu Robo-Advisorn wie Clark in Konkurrenz, die mit zahlreichen Banken kooperieren.