Folgefinanzierung gesichert: Das Hamburger Start-up Vilisto darf seine Vision von künstlicher Intelligenz mit frischem Geld weiterverfolgen.

Das Start-up Vilisto bringt künstliche Intelligenz ins Büro und überzeugt damit Investoren in einer neuen Finanzierungsrunde. Unter den Geldgebern befinden sich fünf Business-Angels sowie der bereits beteiligte europäische Frühphaseninvestor InnoEnergy. Zur Höhe der Investments macht Vilisto keine Angaben.

Das Hamburger Start-up entwickelt intelligente Heizkörperthermostate für Bürogebäude, die vom Verhalten der Mitarbeiter lernen. Mit Hilfe von Sensoren sollen die Thermostate erkennen, zu welchen Zeiten sich Menschen im Raum aufhalten und wann deshalb geheizt werden muss. Ziel ist es, Energie zu sparen und die Energiewende voranzubringen.

Vision von schlauen Büros

Mit dem frischen Geld will Vilisto in die Serienproduktion starten und damit seine Chancen für einen erfolgreichen Markteinstieg verbessern. Im Visier seien ausschließlich Unternehmenskunden. „Das Heizen von Bürogebäuden geschieht aktuell wahnsinnig inneffizient und wir sehen hier deutlich höhere Einsparpotentiale als beispielsweise im Bereich privater Wohnungen“, wird Lasse Landt, Manager bei Investor InnoEnergy, in einer Pressemitteilung zitiert.

Tests mit den Thermostaten liefen bereits über den Winter – in Zusammenarbeit mit dem Kölner Energieversorger Rheinenergie. Jetzt stehen die Hamburger vor dem Start des Vertriebs. Gründer Christian Brase sieht seine Firma als Wegbereiter hin zu höherer Energieeffizienz in der Wirtschaft: „Mit unseren Thermostaten lösen wir das Nutzer-Investor Dilemma im Bürobereich, in dem Mitarbeiter die Heizenergie zwar nutzen, aber nicht bezahlen“, so Brase laut Presseinformation. Er hat Vilisto im Jahr 2016 mit Christoph Berger und Lasse Stehnken gegründet.