Das Frankfurter Start-up Cobi hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit dem Geld will die Smart-Bike-Firma nun in die Serienproduktion gehen.

Das Start-up Cobi hat bei einer weiteren Finanzierungsrunde vier Millionen Euro eingenommen. Nach einer Crowdfunding-Kampagne im Dezember beteiligten sich dieses Mal die drei Investmentfirmen Capnamic Ventures, Iris Capital und Creathor Venture an dem Frankfurter Fahrradportal. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Die Entwicklung und Vermarktung von Hardware-Produkten wie Cobi sei „kapitalintensiv“, sagte Andreas Gahlert, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups, einer Mitteilung zufolge. Daher freue er sich, dass die Investoren Cobi „beim Start der Serienproduktion“ unterstützen würden, so Gahlert. Das frische Kapital will Cobi für die Produktion seines Systems, den Vertrieb und den Kundenservice verwenden.

Vom gewöhnlichen Fahrrad zum Smart Bike

Cobi steht für Connected Biking. Das im Jahr 2014 gegründete Start-up will Kunden mit einem sogenannten modularen System dabei helfen, ihre Fahrräder zu Smart Bikes aufzurüsten. Über eine App auf dem Smartphone, das über eine Halterung am Lenker mit dem Fahrrad verbunden ist, können die Nutzer zum Beispiel ein Navigationssystem nutzen. Eine Funktion erlaubt es auch, dass ein Bremslicht angeht, wenn der Fahrradfahrer die Fahrt verlangsamt. Das System kann seine Energie sowohl aus einer eigenen Batterie als auch dem Dynamo ziehen. Bei E-Bikes ist es zudem möglich, das Gerät an dessen Batterie anzuschließen.

Das System von Cobi soll 159 Euro kosten, ist derzeit aber nur im Vorverkauf erhältlich. Im Herbst soll das Produkt auf den Markt kommen. Cobi hatte bereits im Dezember über das Crowdfunding-Portal Kickstarter 400.000 US-Dollar eingenommen. Damit erreichte das Frankfurter Start-up eine vier mal höhere Summe als ursprünglich angestrebt.